LogicPro und die Bundles - auf OneDrive

Ulrich Habel

| 3 Minuten

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Der Titel drückt das ganze Dilemma in nur einer Zeile aus. Ich habe gerne eine Kopie meiner Daten an einem “sicheren” Ort. Ein Ort, der es mir erlaubt im Falle des Falles schnell wieder zurück zu kommen und arbeitsfähig zu sein. Manchmal findet das auch im regulären Betrieb statt, wenn ich beispielsweise zwischen zwei Rechnern hin- und herwechseln möchte. Diesen Anwendungsfall decke ich daher gerne mit soetwas wie One Drive (oder DropBox) ab.

Die Audio Software Reaper bietet dafür manigfaltige Optionen in den Voreinstellungen an wo etwas gespeichert werden soll. Die Audio Assets beim Audio Schnitt lassen sich daher prima auf soetwas wie DropBox oder wie in meinem Falle auf One Drive ablegen. Innerhalb der Voreinstellungen gibt es noch viele weitere Möglichkeiten Projekte und deren Datei Ablageorte zu strukturieren. Prima!

Ganz so einfach ist das in Logic Pro X leider nicht und Logic gibt sich dort maximal minimal. In Logic Pro X kann man im Gegensatz zu Reaper einfach einmal gar nichts konfigurieren - auch keine Dateinamen Konventionen.

Logic Pro X macht sich das alles relativ einfach. Wenn ich ein Projekt zum ersten Mal speichern möchte, fragt mich Logic nach dem Speicherort und ob ich das Projekt als Ordnerstruktur oder als Paket ablegen möchte. Für die nicht Mac-Anwender: Ein Paket in MacOS ist eine spezielle Ordnerstruktur, die einem als eine Datei angezeigt und seitens des Finders (der Dateiverwaltung) auch als eine Datei behandelt wird. Man kopiert also bei Dateioperationen nur “eine” Datei, in Wirklichkeit übernimmt der Finder das Kopieren der versteckten, dahinterliegenden Ordnerstruktur.

Das hat natürlich seine Vorteile - und seine Nachteile. Spannend ist nämlich die unterschiedliche Benamung der Dateien innerhalb der beiden Möglichkeiten. Auf beide Benamungsschemata hat der Anwender keinen Einfluss. Bei dem Paket werden oftmals Dateinamen verwandt, die mit Windows Basierten Dateisystemen nicht kompatibel sind. Das macht sich dann bei der Synchronisation in Richtung OneDrive bemerkbar - es synchronisiert schlicht nicht und der Anwender darf den Fehler bemerken. Bei der Verwendung von Ordnerstruktur als Speicherform von Logic werden hingegen keine problematischen Dateinamen erzeugt und das Problem tritt nicht auf.

Ich verwende für Backup ARQ und bin sehr zufrieden damit. Damit knirscht es jedoch bei der OneDrive Verwendung. OneDrive lässt sich durch ARQ nicht sichern. Damit habe ich mir folgende Arbeitsweise angewöhnt:

  • Speichern der Projekte auf der lokalen Platte also Ordnerstruktur
  • ARQ sichert diesen Bereich jede Stunde (Das sollte ich vielleicht verkürzen)
  • Zusammenkopieren aller Assets in das jeweilige Projekt
  • Carbon Copy Cloner für die Synchronisation zu OneDrive

Carbon Copy Cloner nimmt damit für mich die Problematik der Archivierung ab. Es sichert meinen Logic Ordner zyklisch auf das OneDrive und sollte ich einmal ein Projekt von meiner lokalen Platte löschen wollen, um Platz zu sparen - finde ich alles in OneDrive wieder. Somit habe ich mir eine zweite Sicherung der Daten etabliert.

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