Ich möchte ein Eisbär sein

…im kalten Polar. Dann müsste ich nicht mehr schreien, alles wär so klar. Eisbären müssen nie weinen…“

Willkommen zurück im Winter. Am Samstag war mein Leben noch voller Dominator Freuden, heute liegt hier zentimeterhoch der Schnee. Dank Winterreifenpflicht für alle und der fehlenden Reifenfreigaben für Motorräder können die Dosen ungestört ineinander rutschen. Schade, dass nochmal der Schnee so wiederkommen musste, für mich wäre es auch ohne gegangen.

Wo er aber nun schon mal da ist, kann ich gleich mal die Wintertauglichkeit meiner neuen Jacke testen. Ich habe ein wenig investiert und der Firma Rukka stützend unter die Arme gegriffen. Kurzteaser an dieser Stelle: es fühlt sich besser als Vanucci Jacken an. Nun freue ich mich also auf einen schönen Arbeitstag ohne morgentliche Motorradfahrt. Schade eigentlich, ich bin gespannt wie dieser Tag sich noch entwickelt.

Wetterlagen zum Motorradfahren

Heute, die totale Regensuppe. Ich finde Dunkelheit nicht schlimm, ordentlicher Regen ist auch ok aber fieser und hinterhältiger Nebel gemischt mit Kältewänden, das geht gar nicht. Man kann sich gegen fast alles abdichten, nicht jedoch gegen den fiesen Nebel, der sich durch Klettverschlüsse drückt, von hinten in den Helm kriecht und einem das Visier mit einem blickdichten Schleier überzieht. Liebes Wetter, ich weise dich daraufhin, dass ich das so nicht tolerieren werde. Zumindest nicht in meiner Motorradsaison! In der Zwischenzeit ziehe ich mich mit einer Motorrad Zeitung und einem Glas Sherry in die Badewanne zurück. Schönen Abend miteinander.

Die perfekten Handschuhe – Held Touring Five

Vollkontakt oder wie finde ich den perfekten Handschuh? Jahrelang habe ich in meiner Zweitradzeit diverse Handschuhe durchprobiert. Mal aus Leder, mal aus *tex Materialen; alle Handschuhe hatten immer eins gemeinsam: es waren no-name Handschuhe.

Im Zuge der Neuausstattung für „echte“ Motorräder kaufte ich mir im letzten Jahr ein Paar vernünftige Handschuhe von Held.  Interessanterweise waren die Handschuhe gar nicht mal teuerer als die Handschuhe der lokalen Motorradausrüster wie Louis, Polo, HG und Co. Das Anforderungsprofil ist schnell umrissen. Ich wollte ein paar bequeme Handschuhe aus Leder haben bei denen ich im Sommer nicht mit schwitzigen Händen immer das Innenfutter herausziehe. Sie sollten ein bisschen Knöchelschutz haben, leicht sollten sie sein – kurzum Handschuh für den Sommer und den Saisonübergang. Wasserdicht war übrigens auf dem Anforderungsplan nicht vertreten. Die Philosophie dahinter ist einfach: Hinter den Handprotektoren der Domi ist man vorm Regen und vorm Spritzwasser gut geschützt. Sollten die Handschuhe mal wirklich nass werden, müssen sie einfach trocknen.

Ein bisschen Herumprobieren beim Louis konnte nicht wirklich ein klares Ergebnis erzielen – die eigentliche Entscheidung kam eher durch das Bauchgefühl zustande. Für rund 45 Euro kaufte ich mir von Held das Model „Touring Five„. Der Handschuh besteht aus einem Ledermix aus Ziegenleder auf der Unterseite, der Griffseite, aus Rindsleder auf der Oberseite. Kleine Lederpolster, die mit einem Spezialschaum gefüllt sind, sollen die Knöchel auf der Hand und auf den Fingern schützen. Pfiffig: kleine Luftlöcher zwischen den Fingern sorgen für eine gute Belüftung und sorgen für trockene Finger. Die Wischerlippe ist am linken Zeigefinger angebracht und ist beeindruckend effizient. Mit 3 Wischbewegungen bekomme ich das Visier von meinem Shoei streifenfrei abgezogen. Vor allem bei fiesem Nieselregen ist die Durchsicht sehr willkommen.
Der Verschluss der Handschuhe ist mit zwei Klettverschlüssen ausgeführt.  Einem breiten Klettverschluss oberhalb des Handgelenks und einem dünneren Klettstreifen, der sich direkt unterhalb des Handgelenks befindet. Damit ist der Handschuh absolut fest fixiert und ein Abstreifen ist nicht möglich.

Erfahrungen:
Meine Erfahrungen sind absolut positiv mit diesem Paar Handschuhen. Sie sind super angenehm zu tragen. Selbst in dem Sommer des letzten Jahres konnte man sie gut tragen, sie waren warm bei 30° Grad im Schatten aber niemals zu warm oder unangenehm. Das Material der Handschuhe sieht nach einer Saison, die für mich wirklich lang war, nicht angegriffen oder ausgefranst oder mitgenommen aus. Lediglich eine deutliche Verfärbung der Handschuhe im Griffbereich ist zu sehen. Dort ist das Schwarz mittlerweile einem deutlichen Braun gewichen – unschön. Ein bisschen schwarze Schuhcreme sollte hier Abhilfe schaffen können. Imprägniert habe ich die Handschuhe regelmässig mit Lederfett und dem Daytona Imprägnierschaum.
Natürlich sind die Handschuhe auch kräftig nass geworden, es war jedoch nie eine Herausforderung sie bis zum nächsten Tag wieder trocken zu bekommen. Ich würde sie definitiv wieder kaufen – als Sommerhandschuhe und in der Vor- und Nachsaison sind sie uneingeschränkt zu empfehlen. Für mich ebenfalls positiv – sie haben eine tolle Haptik, fassen sich gut an. Nebenbei kann man hervorragend mit ihnen Arbeiten und Schrauben – auch hier volle Punktzahl!
Für mich sind diese Handschuhe ein klarer Fall von: Marken müssen nicht immer teuer aber oft gut sein.

Hello world

„Hello World“ bezeichnet in der Welt der IT immer das erste Programm in einer neuen Programmiersprache. Jedes gute Buch über eine Programmiersprache beginnt mit „Hello World“. Da ich einen IT Hintergrund habe und einige Bücher darüber gelesen habe, empfinde ich dies als guten Start für ein Blog. In diesem Sinne „Hello World“.

Dieses Blog ist ein Motorrad Blog und wird sich mit dem Thema Motorrad in erster Linie beschäftigen. Dennoch werde ich es auch für andere Themen nutzen wollen – wenn es gerade mal nicht um das Thema Motorrad geht. Dieses Blog ist nicht unbedingt der allererste Versuch von mir ein Blog zu führen, gegeben hat es das schon öfter und dieses Blog ist quasi die Fortsetzung der vorherigen Anläufe – nur diesmal besser.

„Gut, das habe ich schon mal gehört.“

Nein, diesmal ist es besser. Versprochen.

OpenStreetMap – Garmin und das Motorrad

Ich mag OpenStreetMap und bin ein durchaus begeisterter Nutzer des Projekts. Wenn es meine Zeit erlaubt bin ich gerne jemand der auch Daten zu dem Projekt beiträgt. Dies kann einerseits durch GPS Track sein oder durch das Hinzufügen von Straßen mit dem JOSM Editor. Vor allem die kleinen Dinge fehlen noch in OpenStreetMap. Dazu gehören beispielsweise Bushaltestellen, Briefkästen, Telefonzellen, Geschäfte, Maximalgeschwindigkeiten und ähnliches. Das Wegenetz selber ist schon ziemlich vollständig (zumindest ist es das in den Gegenden in denen ich mich bewege). OpenStreetMap ist mein Garmin Karten Ersatz, da mir die Garminkarten schlicht zu teuer sind. Desweiteren ist mir noch vollkommen klar was ich dort von Garmin bekomme, wenn ich die Karten erworben habe. Wie kann ich es nutzen, wie schaut es aus und so weiter.

Ich verwende OpenStreetMap daher gerne auf meinem eTrex Legend Hcx für kleinere und grössere Motorrad Touren. Das eTrex ist dafür leider ein bisschen zu klein, das Display könnte einen Tick grösser sein. Gerade auf meinem Einzylinder vibriert es doch recht stark, genaues Hinsehen ist erforderlich und damit ist oftmals der Weg an den Straßenrand fällig, eine kurze Orientierung ist von Nöten. Auch das Routing will dann und wann überprüft werden. Als ich beispielsweise auf der BAB in der Nähe von Erfurt war und gen Göttingen gefahren bin, wollte er mich über Würzburg leiten – also auf die A7, dann runter 200 Kilometer runter nach Würzburg, dort umdrehen und wieder zurück. Kleinigkeiten, die nervig sind – bei diesem Navisystem ist eben noch mitdenken gefordert. Auch werden Autobahnbehelfsabfahrten für Notdienste, Baustellenfahrzeuge und ähnliches gerne als reguläre Autobahnabfahrt angesehen und damit voll im Routing berücksichtigt.

Hinsichtlich des Displays ist vielleicht eine Nummer grösser eine gute Wahl. Das Garmin C* 60 wird derzeit abverkauft, da ein Nachfolger ins Haus steht. Damit ist man sicherlich besser gerüstet. Obendrein ist der Empfang der Satellitensignale deutlich besser.

In der Kombination des Routingsystem mit dem eTrex und dem Gehirn kommt man jedoch gut überall an.

Vielleicht bin ich zu perfektionistisch, dennoch würde ich gerne eine eigene Motorradkarte für das OpenStreetMap Projekt sehen. Aus meinen Erfahrungen heraus bietet die OpenStreetMap Karte zuviele Details, die sich auch nicht vollständig reduzieren lassen. Das kleine Bild zeigt einen Ausschnitt von der Gegend um Auhagen bei Wunstorf, einem nördlichen Eintritt zum Weserbergland. Der angegebene Cycleway neben der Straße ist auch bei extremen Begrenzungen nicht sinnvoll zu entfernen und bietet auf dem Display Informationen an, die für einen Motorradfahrer keinerlei Relevanz besitzen. Es ist nicht von besonderer Relevanz ob neben einer Straße eine weitere existiert, die der Motorradfahrer nicht benutzen darf. Ich verwende derzeit die OSM All in One Karte von Deutschland. Diese besitzt Typfiles, die mit einer eigenartigen Farb/Bildgebung auffallen. Auf dem Display wirkt diese Information zwar besonders detailliert, jedoch nur wenn man steht. Während der Fahrt verschwimmt das zu einer farbigen Fläche und die Information der eigentlichen Wege udn Straßen geht im Farbrausch unter.

In einem kurzen Diary Eintrag habe ich auf mein Gedankenspiel hingewiesen eine eigene Motorradkarte aufzulegen und fand jemanden, der dies kommentierte. Ich fand eine solche Karte innerhalb von OSM noch nicht. Vielleicht kann dies ja der Start zu einem eigenen kleinen Kartenprojekt innerhalb des OSM Projekt sein. Durch Erzeugung eines eigenen Typfiles und der Wahl der entsprechenden Details, sollte sich eine solche Karte recht gut herstellen lassen. Irgendjemand mit von der Partie?

Eine schnelle Tour ins 5 Seen Land

Irgendwie sollte das mit dem Aufstehen heute nicht so recht klappen. Das Wetter war hervorragend, dennoch – irgendwie – es war zu kuschlig im Bett. Als wir dann gegen späten Nachmittag den Tag doch noch nutzen wollten waren die zeitlichen Möglichkeiten begrenzt. Eine schnelle Tour mit dem Motorrad, gerne an einen See, das ganze in weniger als 3 Stunden und mit Baden sollte es werden.

Mit fiel ein Geheimtipp bezüglich eines Badeortes ein uns so schauten wir zuerst ein wenig ratlos auf Google Maps nach, fanden den Ort und planten eine schnelle Route. Die A96 sollte uns den grossen Teil der Anfahrt zügig bewältigen lassen. Dann sollten ein paar Kurven folgen, ein bisschen Baden und dann wollten wir kurz schauen.

Wir fanden die Stelle zum Baden relativ schnell. Der Weg herunter zum See glich nach den Regenschauern der letzten Tage einer Schlammpiste und zum ersten Mal wusste ich wirklich warum ich eine Enduro fahre. Durch tiefen Schlamm schlingerte Claire sich den Weg hinunter zum See. Tiefe Errosionsrinnen kreuzten unseren Weg, manchmal konnten wir ein Stück in ihnen fahren. Der See lag wundervoll friedlich vor uns und schnell lagen wir auf einer Decke und begannen den See zu geniessen. Wenn, ja wenn nicht eine besondere Menschenansammlung neben uns gelegen hätte. In grausigster Stimme gesprochen hallten schrille, hysterische Worte über den See.

Nach einiger Zeit gingen die wesentlichen Personen mit dem furchtbarsten Stimmorganen und die Ruhe des Sees konnte nun auch uns anstecken. Stille, wundervoll.

Nach einigen Momenten der Ruhe, des Aneinanderkuschelns und der Entspannung rief die Zeit, die wir noch hatten, ein wenig zur Eile und wir mussten aufbrechen. Der Weg sollte über Söcking zum Starnberger See führen, von dort über die Autobahn wieder nach Hause. Der Weg war traumhaft! Kurven, Kurven, tolle Ausblicke, Waldstücke und saftige Felder versetzten uns in Urlaubsstimmung. Es hat unglaublich viel Spaß gemacht mit der Honda dort langzufahren. Kurve in Sicht, anbremsen, Schräglage, Geschwindigkeit halten, mit leicht gespannter Kette durch die Kurve gleiten und am Kurvenscheitelpunkt kräftig an der Rolle drehen. Gigantisch! Der Einzylinder trat uns jedesmal heftigst ins Kreuz, mir fehlen die Worte das zu beschreiben. Vielleicht: Geilomat.

Wenn mir jemand verschiedene Erlebnisse auf verschiedenen Karten aufgeschrieben hätte und ich mir eine hätte aussuchen müssen, die die Frage was ist Motorradfahren für dich, ich bin mir sicher, dass diese in der engsten Wahl gewesen wäre. Wie schön! Ein toller Tag – eine tolle Tour,  manche wissen dass ich durchaus gläubig bin, danke an den Chef. Es war ein wirklich tolles Geschenk!

Kurzform: In Summe sind es um die 85 Kilometer gewesen – gerade richtig für eine Tour mit Zeitbegrenzung nach hinten. Hier gibt es noch die obligatorische Route als GPX Datei für das GPS.

20100731-Inning_Herrsching_Starnberg_Home

Motorradsex – Ich mag es dreckig (Felgen)

Heute war mein freier Tag. Leider war er nicht vollkommen frei, es mussten Unterlagen zum Finanzamt, ein wenig Papierkram wartete und eigentlich wollte ich dann schön Mopped fahren. Das sollte irgendwie nichts werden und ich fand mich neben Claire, meiner munteren und quietschfidelen Honda NX 650 Dominator wieder. Mich treibt der Gedanken um einen automatischen Kettenöler zu verbauen und so suchte ich nach möglichen Stellen für den kleinen Öltank. Mehr dazu später.

Ich löste hier und da ein paar Schrauben, ölte sie schön ein und zog sie wieder fest. „Der freie Tag des Deutschen ist ja Anlaß genug sein Auto zu waschen“, mit diesem Vorsatz bewaffnete ich mich kurzerhand mit Reinigungszeug. Claire wurde nach und nach durchgecheckt, Bremsbeläge wurden kontrolliert, Kette gereinigt, gelüftet und gefettet. Der Innenraum wurde ausgesaugt und die Fensterscheiben wurden von innen gereinigt. Bildlich waren die Sätze davor gemeint, es wurden irgendwelche Blätter und Schmonzschlonzekelblätter aus den Schutzblechen entfernt und das Helmvisier wurde mal gut gereinigt. Irgendwie blieben meine Augen jedoch an den Felgen hängen. IGITT! Vor allem die hintere Felge sah durchaus grausig aus. Durch abgeflogenes Kettenfett war sie mit Dreckflecken beschmiert, Asphalt, Öl und Bitumen waren weitere Zutaten. Kurzum, es musste hier was geschehen.

Hier das Rezept wie man die Felgen ohne Aufwand wieder guthinbekommt. Man sprüht WD40 dick und statt auf einen Lappen und reibt einmal die Felge damit ein. Dann geht man zurück in die Wohnung und macht sich einen guten Espresso. Dazu verwende man nur die Alukannen für die Herdplatte, sonst geht es nicht. Nachdem man den Espresso genossen hat, vielleicht noch einen Riegel Schokolade verkostet hat, kann man nach unten gehen und mit einem sauberen Lappen einfach drüberwischen. Fertig. Sieht dann im Vorher und Nachher Vergleich so aus:

Review/Vorstellung Louis Liftstick

Der Louis Liftstick ist ein kleines, handliches Tool der Motorrad Zubehörkette Louis (Volksmund: Tante Louise). Er wird unter der Schwinge positioniert und hebt durch Auseinanderschrauben seiner Gewindestangen ein Motorrad so an, dass es über den Seitenständer und das Vorderrad gekippt wird. Klingt einfach – ist es auch.

Diese Methode wird gerne verwandt wenn beispielsweise die Kette gereinigt werden muss. Eine Person hält das Motorrad über Vorderrad und Ständer gekippt, die andere Person kann an der Kette arbeiten. Die Alternative und einfache Lösung ist die Ausstattung mit einem Hauptständer.

Für meine Honda Dominator ist so ein Hauptständer zu einem sinnvollen Preis nicht mehr zu bekommen und so suchte ich nach einem Heber für mein Motorrad, um eben solche Arbeiten wie das Reinigen der Kette auch alleine erledigen zu können. Der Heber sollte möglichst klein sein. Erstens mag ich nicht nur Zeug umeinanderstehen haben, zum anderen wollte ich ggf. auch etwas für eine längere Tour haben was man ganz einfach mitnehmen und dann im Basislager liegen lassen kann. Ich bin auf den Louis Liftstick gestoßen, ein Werkzeug welches dem Augenschein nach alles erfüllen kann. Günstig ist er auch noch. Auf dem folgenden, kurzen Video wird die Anwendung beschrieben und gezeigt.

Fakt ist: Es funktioniert sehr gut – besser als ich erwartet hätte. Die Honda NX 650 Dominator lässt sich einfach damit anheben. Problem – ich habe keinen Grund mehr mich vor dem Kettenrumschmieren zu drücken.

Einen kleinen Wermutstropfen hat das Werkzeug jedoch, dieser ist leicht zu beheben. Die Gewindegänge sind nicht geölt, da sollte man vor der ersten Anwendung Abhilfe schaffen. Das Zweite ist der äusserst billige Riemen, der zum Arretieren der Vorderradbremse benötigt wird. Ein kleiner, kurzer Spanngurt schafft mehr Vertrauen und hält sicherlich auch länger. Meiner Erfahrung nach steht die Domi am Besten wenn das Lenkradschloss ebenfalls eingerastet ist.

Bezug: Louis
Preis: ca. 30€

(Sorry, für den Ton – ich übe noch :) )

Posten einer Route mit Google Maps

Egal ob in Foren oder auf Webseiten der Anwendungszweck bleibt der Gleiche. Man hat eine tolle Route gefahren, möchte sie eventuell für sich festhalten oder mit anderen teilen. Dabei ist es vollkommen egal ob man das für sich oder in einem Forum mit anderen teilen möchte, der eigentliche Weg bleibt gleich. Daher folgt hier nun eine kleine Step by Step Anleitung wie man dazu kommt. Die Bilder sind als Miniatur angezeigt, können jedoch durch Klicken vergrössert werden.

1.) Öffnen der Webseite http://maps.google.de

Nach dem Eingeben der Adresse öffnet sich die Webseite der Google Maps, die vermutlich jeder schon einmal geöffnet hat.

2.) Auswählen der Routen Funktion

Durch den Menüpunkt Route berechnen kommt man zu der Funktion der Routenplanung. Hier kann der Start- und der Zielort eingeben werden. Durch Hinzufügen von weiteren Zielen können Zwischenziele definiert werden. Die Zwischenziele werden einfach unter das Ziel angehängt. Da dies jedoch wenig sinnvoll ist, kann man einfach vorne auf den Buchstaben klicken und per Drag und Drop das Zwischenziel an den gewünschten Punkt verschieben. Ein anschliessendes Klicken auf Route berechnen erzeugt eine Route.

Diese muss nicht zwangsläufig mit euer Route übereinstimmen. Die hier angegebene Strecke entspricht dem besten Weg nach Googles Meinung. Es ist daher hilfreich die Route direkt mit der Maus zu verändern. Dazu kann man einfach mit der Maus über eine gezeichnete Route fahren, diese anklicken und anschliessend verschieben. Google möchte in der Standardeinstellung gerne Autobahn fahren und berechnet die tollsten Routen. Man kann in dem Menü Optionen anzeigen einfach den Haken bei Autobahnen vermeiden setzen. Wenn ihr soweit zufrieden mit euer Planung seid, könnt ihr zum nächsten Schritt gehen.

3.) Ermitteln des richtigen Links

Wenn ihr die Route komplett gezeichnet habt und mit dem Resultat zufrieden seid, könnt ihr die Route in Form eines Links speichern. Dazu wählt ihr aus dem rechten Rand des Kartenfensters den Punk Link aus. Ein kleines Fenster mit zwei Eingabezeilen wird angezeigt. Nur das obere von euch ist relevant, es enthält eure komplette Route in Form eines HTML Links, den ihr beispielsweise in einem Forum einbinden könnt. Natürlich könnt ihr diesen Link speichern (Copy und Paste) und habt auf diese Art und Weise eure Route archiviert.

4.) Sonderinstruktionen für das Honda Dominator Forum

Einfach :) aber ein paar Dinge müssen in unserem Forum beachtet werden. Die URL wird in folgender Notation im Forum verlinkt:

[URL=<Google Link>]<Eine kurze Beschreibung zum Anklicken>[/URL]

Dann kann auch das Honda Dominator Forum damit richtig umgehen und der Link wird schön angezeigt. Die Zeichen dienen lediglich der Demonstration und sind nicht mit zu übernehmen. Ein echter Link sähe also wie folgt aus:

[URL=http://maps.google.....]Meine Herbsttour[/URL]<br />

Review der Packliste, heute der Schlafsack

So ein Ausflug bringt immer neue Erkenntnisse über Ausrüstungsgegenstände und gibt Aufschluss welche Dinge man verbessern oder ändern sollte. Ich werde einzelne Teile mal näher unter die Lupe nehmen und schreiben wie sie sich bewährt haben und was ich beim nächsten Mal bestimmt nicht mitnehmen werde.

Der Schlafsack

Der Schlafsack ist ein Kunstfaserschlafsack der Firma Lestra. Die genaue Modellbezeichnung ist Mount Everest 230 (Überlänge) zum Preis von run 70 Euro. Das Gewicht beträgt 2100g, das Packmaß wird mit 23x27cm im komprimierten Zustand angegeben. Der Wärmebereich des Schlafsacks ist: Komfortbereich 4°, Low -2°, Extrem -18°.

Damit ist er weder in irgendeiner Form ein Leichtgewicht, noch ist er besonders klein zu packen. Kurzum – er kann für den Reisenden von seinen äusseren Qualitäten kaum etwas bieten. Seine inneren Werte hingegen sind sehr ordentlich. Im Kopfteil hat er mit Klett eine Baumwolleinlage, die sich herausnehmen und waschen lässt. Er hat einen Wärmekragen und fühlt sich vom Innenstoff kuschlig an. Ich habe keine Sekunde die Mitnahme dieses Schlafsacks bereut, ich konnte die beiden Nächste in Stadtoldendorf wundervoll in ihm schlafen. Das Thermometer fiel in der Nacht herunter auf 5° Grad – damit lag die Temperatur voll im Komfortbereich des Schlafsacks. Bis auf wenige Ausnahmen haben die anderen Teilnehmer des Treffens mit den Sommerschlafsäcken gefroren – der Komfortbereich lag bei den anderen bei rund 10° Grad.

Fazit: Grosses Packmaß, schwer – aber hochwertig von den Werten. Diesen Schlafsack kann ich bedenkenlos weiterempfehlen. Den „Drang“ unbedingt vor dem Treffen noch einen neuen kaufen zu müssen, konnte ich unterdrücken. Das war gut so. Dieser Schlafsack erhält in meiner Wertung fünf Sterne, am Ende der Reviews mache ich dann mal eine Auflistung.


Tweets für das Honda Treffen

Ich habe in diesem Post mal alle relevanten Tweets von mir rund um das Honda Treffen zusammengefasst. Das Ganze gibt es einmal bloguntypisch chronologisch falsch herum sortiert :)

Ganz oben beginnt es mit der Abfahrt aus München.

23.06.2010 – Der Vorabend, Mittwoch

Puuuh, Packversuche auf der Domi. Teil 17. Was geht: Ortlieb RackPack M mit Zelt, Schlafsack und Tankrucksack mit Klamotten. #nxmeet

Wo packe ich nur die Regenkombi hin? #nxmeet

Ganz klar, bislang 1x Ortlieb RackPack M, 1x Tankrucksack – kein Platz mehr für die Kombi. #nxmeet

Ok. Nochmal umgepackt. Ortlieb RackPack M mit Regenkombi, TRS und Zelt obendrauf. Packliste gibt es dann im Blog. #nxmeet

Reminder: Blog Konfig, Radler rauslegen, Stückliste machen, Deo und Duschgel besorgen #nxmeet

Weia! Soll ich nun doch einen Kocher mitnehmen und eine Wasser 0.5l rauswerfen. Für einen heissen Tee wäre es schon gut. #nxmeet

Dieser F*cken Schlafsack ist einfach viel zu groß vom Packmaß. Das wäre bei aktueller Lage der Kocher und nen Topf plus ne Konserve #nxmeet

Welt, hilf mir! 4 Tage Campingplatz, 800km Anfahrt, 2 Tage Treffen, Kocher? Wenigstens für ne Dose Ravioli oder nen Kaffee? #nxmeet

Kein Kocher! Ich bin fast 40, ich kann mir ein Frühstück kaufen! SO! Damit ist das geklärt und das Gepäck steht fest! YAY #nxmeet

24.06.2010 – Der erste Fahrtag in Richtung Treffen, Donnerstag

Arbeitstag vorbei, es geht zur S-Bahn. Gerade noch eine Domi gesehen. Fühle mich ein wenig müde, noch einen Powernap. #nxmeet

Abfahrt #nxmeet

Regensburg, gerade getankt, nun noch was trinken, dann weiter. #nxmeet
Richtig müde bin ich, Mitterteich ist aktuell und ich habe mir eine Unterkunft genommen. #nxmeet

Jetzt baden, morgen weiter. #nxmeet

25.06.2010 – Ankunftstag, Freitag

Guten Morgen zusammen, jetzt frühstücken und dann wieder auf Bock. Noch 400km bis zum Ziel. Fühle mich erkältet. #nxmeet
Der Helm sah gefiedert aus. Gerade mal die ganzen toten Insekten entfernt. #nxmeet

Die Domi sieht aus wie ein fahrender Insektenfriedhof. Das Frühstück ist einfach aber lecker. Der Kaffee kann Tote wecken. #nxmeet

Ich bin jetzt wach. #nxmeet

Luftkontrolle, Aussaugen und weiter geht es. #nxmeet@sophisagt Danke, macht einen Riesenspass ;) #nxmeet

Kurzer Zwischenstopp auf einem Parkplatz, was trinken bisschen bewegen, noch 80km bis Erfurt, dann Landstrasse. #nxmeet

Mc Donalds bei Erfurt, volltanken der Mopete, Kaffee und dann kleines Nickerchen im Gras bei super Aussicht. #nxmeet

Ankunft auf dem Domitreffen in Stadtoldendorf um 19.00 Uhr. #nxmeet

Gegen 21.00 Uhr ist es bereits deutlich voller. #nxmeet
Für mich ist es nun Zeit ins Bett zu gehen. Hier ist es saukalt, gott sei dank habe ich den grossen Schlafsack mit. Nacht! #nxmeet

26.06.2010 – Der Tag des Treffens, Samstag

http://twitpic.com/201vgq – Ein schöner Tag im Weserbergland beginnt. Es ist superschön hier. Um 11.00 Uhr beginnt die Ausfahrt #nxmeet
http://twitpic.com/201xcv – Nuff said. #nxmeet
http://twitpic.com/2066tc – Impressionen vom Domi Treffen. Wundervolles Wetter, nette Leute. Morgen geht es nach Hause. #nxmeet
http://twitpic.com/2067io – Vorbereitung zum Grillen beim Domitreffen. #nxmeet
Morgen geht es nach Hause. Werde Bahn fahren und schauen, dass ich in eins runterkomme. #nxmeet
http://twitpic.com/207z7q – Es wird Nacht, die Zelte geben Schutz. #nxmeet

27.06.2010 – Die Abreise, Sonntag

http://twitpic.com/20cnc9 – Guten Morgen, Follower! Auf geht es nach Hause, Treffen zuende. Ich pack dann schon mal. #nxmeet
http://twitpic.com/20ct2o – Ein paar Minuten später. Jetzt Frühstück! #nxmeet
http://twitpic.com/20ecbg – Kleiner Zwischenstopp hinter Kassel. Einmal volltanken. Nächster Halt: Würzburg. #nxmeet
Einer der letzten Stops, kurz vor Ulm. Helm saubermachen, noch was trinke, und strecken. #nxmeet
Die Strassen sind ziemlich leer, noch 120km bis zum nächsten und letzten Mal tanken. #nxmeet
@pistonpin Bitte, ich war #wm frei dieses Wochenende. Bis auf das eine Mopped. Der Single Topf davon sah einer Vuvuzela ähnlich. #nxmeet
@sophisagt Gleich bin ich zu Hause, mein Po ist noch irgendwo bei Würzburg, da spürte ich ihn das letzte Mal. #nxmeet
http://twitpic.com/20hhpi – Das letzte Mal tanken, was trinken, Domi streicheln, kleiner Snack. Noch 80km bis nach Hause. #nxmeet
Zirka 1500km in 4 Tagen auf einer vollgepackten Enduro, ich bin endlich sicher zu Hause. #nxmeet
http://twitpic.com/20iare – and all I got is this LOUSY T-Shirt. #nxmeet
Mehr Fotos kommen per flickr, #nxmeet gibt es später noch im Blog, over and out.

Packliste Claire

Es geht auf das Honda Dominator Treffen nach Stadtoldendorf in Niedersachsen. Das sind bei der aktuellen Strecke, die geplant ist, rund 800 Kilometer für einen Weg. Mit der Kurvererei in der Rhön kommt da einiges zusammen. Ich möchte die Strecke in 2 Tagen hinfahren, zurück ist das Ziel 1 Tag, eventuell mit mehr Autobahn Anteilen. Damit verkürzt sich auch die Strecke um rund 300 Kilometer.

Kurzum, ich plane noch was alles genau mitgenommen wird, erste Packversuche auf der Honda Domintator hatten durchaus auch ernüchternde Momente. Verteilt wird das aktuell alles auf einen Louis Sack, eine Kopie der Ortlieb M Tasche, einen Tankrucksack und ein Zelt. Verpackt wird das ganze mit 3 Spanngurten hinten und entsprechenden Gurten für den Tankrucksack.

Mal auflisten was aktuell alles verstaut wurde:

Tankrucksack

Hauptfach:

  • Waschzeugbeutel
  • Eßbesteck
  • Fleece
  • 0,5l Wasserflasche PET
  • Shampoo
  • Digitalkamera
  • Tasse (Edelstahl)
  • Siggflasche 1l mit Wasser
  • Schachtpappe (in Tüte)

Innentasche:

  • 2 Tüten (für dreckige Wäsche)

Seitentasche links:

  • Verbandszeugs
  • Warnweste

Seitentaschen hinten:

  • Sonnenbrille
  • Ersatzbrille

Seitentasche rechts:

  • Medikamente
  • Taschentücher
  • Taschenlampe

Louis PackDingens

  • Isomatte
  • Schlafsack
  • 2 Paar Socken
  • 1 Badehose
  • 1 Paar Badeschlappen
  • 2 Unterhosen
  • 2 T-Shirt
  • Jeans
  • Regenkombi
  • Handtuch

das Zelt kommt oben auf die Rolltasche.

Minoura Space Grip – Platz am Lenker

Der heutige Tipp zum Freitag ist sicherlich nicht sensationell neu, dennoch sollte er allen Moppedfahrern helfen, die über ewige Platzprobleme am Lenker schimpfen. Das Problem als solches ist bekannt, der Lenker eines Motorrads bietet einfach viel zu wenig Platz für das Anbauen von GPS, Kartenhaltern, Handyhaltern, Kocherhaltern, Fernseher und sonstige Dinge, die wir im Alltag nicht missen möchten. Firma Touratech bietet beispielsweise hochpreisiges Zubehör wie GPS Halter für mein Garmin eTrex HCx an, nicht jedoch die passende Halterung, die die Halterung am Lenker fixiert. Dank einer sehr dünnen Lenkerquerstrebe entsteht auch ein echtes Problem, den hochpreisigen Halter sinnvoll zu befestigen. Ein passendes RAM Mount Kit kann das Problem zwar lösen, erzeugt jedoch weitere Kosten und das Haltekonstrukt kostet soviel wie das GPS Gerät selber.

Im Keller sollte sich noch ein Halter finden, Space Grip von der Firma Minoura. Mittels einer Schelle aus Stahlband kann an jeder Stelle, die auch nur halbwegs rund ist, dieses T-Stück befestigt werden. Der Kopf des T-Stücks lässt sich verschieben, in meinem Beispiel kann man das gut erkennen. Auf dem Space Grip habe ich dann meinen Fahrradhalter vom eTrex befestigt. Auf den Webseiten von Garmin wird ausdrücklich von der Verwendung des Fahrradhalters auf einem Motorrad abgeraten – eine Begründung fehlt jedoch. Vielleicht kommt die Begründung noch aus den Zeiten als die Batteriedeckel bzw. die Klemmen aus Kunststoff waren? Durch die Verwendung des Space Grips mit Gummiunterlagen wurden interessanterweise auch Vibrationen des Motors gedämpft. Das GPS ist gut abzulesen, bei Tag und Nacht und wird nun ausgiebig getestet. Sicherlich hätte ich auch gerne die teure Touratech Variante aber irgendwann muss einfach Ende sein. So geht es erstmal auch – auf dem Weg zum Honda Dominator Treffen nächste Woche in Stadtoldendorf werde ich zumindest die Vorzüge des GPS testen können.

Nebenbei dient die Handschlaufe des GPS als Sicherung falls der Fahrradhalter doch mal den Geist aufgeben sollte.

Anmerkungen: Den Artikel kann man in jedem Outdoor Shop erwerben. Beispielsweise bei Lauche und Maas oder Globetrotter.

Honda NX 650

Hej, gestern abend konnte ich endlich meinen Traum abholen und die ersten Meter auf meinem ersten Mopped fahren. Die Einweisung vom Honda Händler waren wie bei einem Neufahrzeug, der Mechaniker hatte selber viele Jahre eine Dominator und gab viele Tipps und Tricks zu dem guten Stück. Die ersten Meter waren überaus spannend, mehr von Bedienung als vom Fahren geprägt. Das erste Mal Tanken war ein kleines Abenteuer.

Hier noch die Originaltweets dazu:

Unterwegs in der nervigen S-Bahn. Wenn alles klappt, kann ich Claire (#Honda NX 650) heute abholen. Daumen drücken!
May 25, 2010

Die ersten Meter. Wow, ziemlich cool.
May 25, 2010

Gedanken zur Führerscheinneuregelung

Voila – der Lappen liegt nun auf dem Tisch. Lappen ist vielleicht der falsche Ausdruck für die neue Plastikkarte mit der ich als Nichtraucher noch einfacher als bisher Zigaretten an Automaten erwerben kann. Alles hat seine Vorteile. Die Freude ist gross, Claire (Red: Name des neuen Motorrads) wartet darauf die richtige Kennzeichentafel zu erhalten, alles ist gut.

Zeitgleich wird im Bundestag über eine Neuregelung der Führerscheine für Motorrad gesprochen, debattiert und kontrovers diskutiert. Ein erneutes Zitieren der Regelungen und der Vorschläge wird dieses Blog nur sinnfrei mit Inhalt vollpappen – wer möchte kann diese Regelungen hier nachlesen: Link.

Von meiner Seite nur ein paar Gedanken zu einigen von den Forderungen.

  • Personen, die länger als 15 Jahre einen Führerschein der Klasse B besitzen, müssen für den Führerschein A1 nur noch eine spezifische theoretische Prüfung ablegen sowie nach einer praktischen Ausbildung am Motorrad eine praktische Prüfung absolvieren.
  •  

Ich gehörte zu dieser Gruppe von Menschen. Interessant ist die Frage was sich hier eigentlich ändert im Gegensatz zum bisherigen. Die Antwort ist einfach: die Grundaufgaben entfallen, sprich die „normalen“ Regeln im Strassenverkehr werden nicht mehr geprüft. Gerade die sollte doch jeder im Schlaf beherrschen, oder?

Hand auf Herz – derjenige, der wie ich nach 20 Jahren mal wieder einen Führerschein macht, wird verdammt viel neues hören. Hier ein kleines Beispiel:

Ein Linienbus oder ein Bus mit Schulkindern, der mit eingeschalteter Warnblinkanlage an eine Haltestelle heranfährt, hat sofort ein Überholverbot zur Folge, nach seinem Anhalten darf er anschliessend in Schrittgeschwindigkeit überholt werden – beides gilt auch für die Gegenfahrbahn sofern diese nicht baulich abgetrennt ist.

Mal kurz nachgedacht und zu dem Schluß gekommen, dass dieses Verhalten also das nicht Überholen und vor allem die Sache mit der Gegenfahrbahn nie im Alltag zu finden ist. Eventuell wird ein wenig gebremst wenn der Bus auf der eigenen Seite ist aber Schrittgeschwindigkeit? Wer denkt daran schon im Gegenverkehr? Auch recht delikat an der Überlegung und ein kleineres, weiteres Beispiel: Wenn der Bus in eine Bucht fährt, die an einer Haltstelle gelegen ist, gilt diese Regel dann auch?

Antwort: Ja, uneingeschränkt, da diese Bucht auch zur Fahrbahn gehört und damit Teil des Verkehrsraums ist. Man könnte ja dort halten, um jemanden einsteigen zu lassen.

Wenn du obige Sachverhalte schon kanntest, herzlichen Glückwunsch. Damit hast du zumindest den Hauch einer Chance in einer Theorieprüfung mit Grundlagen. Von anderen Dingen wie Abständen beim Halten/Parken möchte ich an dieser Stelle nicht beginnen.

Ich halte es daher für hilfreich das angestaubte Fahrschulwissen mal wieder aufzufrischen und den Staub herunterzupusten. Insgesamt werden mit dem Passus oben dem A1-B Umsteiger (also Auto auf Motorrad 125ccm) 6 Stunden Theorie erspart. Das sind 6 Termine, die für gewöhnlich am Abend stattfinden. Meine Fahrschule bot 2 Termine pro Woche an und in 3 Wochen ist der Kram vom Tisch.

Schmankerl: Der spezifische Teil der Motorrad Ausbildung ist dennoch auch in der Theorie erforderlich. Das sind 4 Stunden. In Summe 10 Stunden, die meiner Meinung nach gut angelegt sind. Wenn ich mir den heutigen Straßenverkehr ansehe, die Geschwindigkeiten, die von 300PS starken Autofahrern (Stichwort SUV) unbedingt erreicht werden müssen, dann halte ich eine Auffrischung des Wissens turnusmässig für sehr hilfreich.

Von dem Punkt: Erste Hilfe am Unfallort mag ich hier nun gar nicht sprechen.

Ein neuer Führerschein und ein neues Mopped

So – der Führerschein ist geschafft. Yay! In Protokollform liest sich das in etwa so:

  • 11.30 Uhr – Ankommen an der Fahrstunde
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  • 11.35 Uhr – Technische Frage des Prüfers am Motorrad beantworten (Bremsflüssigkeit)
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  • — – (warten während der erste Prüfling fährt)
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  • 12.30 Uhr – Beginn der Fahrprüfung
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Auf zum Übungssträsschen in knapp 2 Kilometer Entfernung mit anschliessenden Grundfahrübungen. Stop-and-Go, Gefahrenbremsung, Slalom mit Schrittgeschwindigkeit, Ausweichen mit Bremsen, Schneller Slalom, fertig. Die nachfolgende Prüfungsfahrt sollte mich über grosse Strassen aus München heraus auf die Autobahn führen. Dank der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h zu Beginn war das Einfädeln überhaupt kein Problem, Autos waren keine in der Nähe und so konnte ich mich ganz auf meine Fahrt konzentrieren. Nach drei Ausfahrten ging es von der Autobahn herunter, ein kleines Stück Landstrasse schloss sich an.
Dann hiess es – nächste Ampel links – die Strasse wurde schmaler und schmaler, eng und enger. Die Strasse war gepflastert mit Rechts-vor-Links Einmündungen, zeitweilig fragte ich mich ob diese Strasse noch 30 oder schon zur Spielstrasse geworden war. Nach gefühlten 30 Minuten (real 20 Minuten) Rumkurven innerhalb der Ministrassen ging es auf grösseren Strassen zurück nach München. Nach insgesamt 50 Minuten Fahrens war der praktische Teil der Fahrprüfung beendet.
Ich hatte bereits beim Anhalten ein durchaus positives Gefühl, wesentliche Fehler habe ich nicht bemerkt und so hat es der Prüfer auch gesehen. Voila, A unbeschränkt wurde ausgehändigt und nun bin ich stolzer Besitzer eines weiteren Führerscheins.

Unmittelbar nach dem Bestehen des Führerscheins begann die Suche nach dem richtigen Zweirad. Was sollte es denn werden? Eine Enduro wäre eine nette Sache – vielleicht eine Honda FMX? Ich möchte insgesamt nicht mehr als 3000€ zum Einsteigen ausgeben, gerne jedoch auch diesen Betrag wenn die Qualität des Gegenstücks stimmt. Mittlerweile bin ich durch einige Modelle durch und der Horizont öffnet sich langsam. Die Honda FMX ist zwar relativ jung, wurde jedoch wohl von den bisherigen Besitzern, deren Motorräder ich sehen durfte, nicht sonderlich geliebt. Es waren abgeliebte oder lieblos behandelte Schätzchen, deren bester Lack vermutlich schon kurz nach dem Werk abgefallen war.

Ich werde mich nun ein wenig weiter in die Mitte konzentrieren. Vielleicht sollte ich mich mit meinen 1.92m doch mal auf eine Honda CB 500 setzen. In der Fahrschule hatte ich ein gutes Gefühl auf einer CBF 600 in der ABS Variante. Auf den längeren Touren (drei Stunden Fahrt bei Dunkelheit, vier Stunde zusammenhängender Fahrt über Autobahn und Landstrasse) fühlte ich mich prima. Auch wenn es vielleicht komisch von aussen aussieht, ich fühlte mich auf der 600er durchaus wohl.

Aus verschiedenen Foren kann man von 1.95m Fahrern auf einer CB 500 lesen, die auch problemlos längere Strecken fahren. Vielleicht kommt es erstmal auf den „Beginn“ an und auf die ersten Erfahrungen bevor man wirklich weiss was man genauer sucht.

Mein Einsatzprofil ist definitiv der Stadtverkehr, bzw. stadtnahe Verkehr. Das schreit nach gutem Handling und leichter Maschine. Ein Blick in Mobile.de verrät einem alles – so richtig wird das wohl nichts werden. Sämtliche reine Stadtmaschinen sind vollkommen vergurkt und werden hochpreisig versucht zu verkaufen. Grössere Maschinen mit unbedeutend weniger Laufleistung werden dagegen verschleudert. In meinem Kopf beginnt ein Denkprozess.

Vielleicht sollte ich auf einer CBF 500 mal ausgiebig probesitzen, eine Runde probefahren und anschliessend so ein Ding erwerben. In die Arbeit fahre ich dann nur noch mit dem Fahrrad, parke das Mopped in der Tiefgarage und fahre nur zum Genuss damit durch die Gegend. Das könnte auch ein Vorgehen sein.

Der Kauf eines neuen Motorradhelms

Der Kauf eines neuen Schutzes für den Kopf kann eine komplizierte Sache sein. Mit dem Entschluss nun meinen Führerschein endgültig zu upgraden, stellten sich neue Herausforderungen an Klamotten und Ausrüstung. Der bisherige Helm, ein Scorpion EXO 400, war schlichtweg zu hobbymässig für ein grösseres Zweirad. Bei Tempo 130 war dieser Helm laut und lag unruhig im Wind, er neigte gerne zum Beschlagen, etwas was total unpraktisch ist wenn man ohnehin nach dem Durchblick sucht.

Kurzum, ein neuer Helm musste her und die Louis Filiale in München hatte eine neue und grosse Aufgabe vor sich – ich wollte einen neuen Helm kaufen. Günstig sollte er sein, ich wollte nicht gleich mehr Geld für einen Helm als für ein neues Motorrad ausgeben. Von der Marke war nicht vollkommen frei im Kopf, ich wollte nach meinen negativen Erfahrungen mit dem Scorpion ein paar Dinge erfüllt wissen:

  • Markenprodukt
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  • Pinlock Visier (mit Silikon Raupe)
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  • leicht sollte er sein
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  • eine Sonnenblende sollte er haben
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  • günstig sollte er sein
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Insbesondere die Kombination Markenprodukt und günstig sollte durchaus eine kleine Herausforderung darstellen. Mein komischer Kopf wollte zwar problemlos in die Billighelme passen, in den besseren Helmklasse hingegen sollte er nicht so gut hineinpassen. Bei Schuberth (C2/C3)  drückte irgendwas am Hinterkopf, bei xlite (x802) sollte was an der Stirn drücken, bei Nolan (N85) drückte es irgendwie immer, bei Shoei drückte der Geldbeutel aber der Raid II sollte sich gut anfühlen. Zumindest für das erste fühlt er sich gut an. Von Shoei probierte ich noch den XR1100, der aber irgendwie auch nicht so perfekt passen sollte.

Ich entschloss mich zum Kauf eines Shoei Raid II in Schwarz, den ich beim Schreiben dieser Zeilen auch brav aufgesetzt habe. Irgendwann muss man ihn ja mal länger aufhaben. Den ersten Regenguss hat er bereits hinter sich – alles beschlug, der Pinlock Sichtbereich hingegen blieb absolut frei.

WOW! Das kann kannte ich so nicht und ich war von den Antibeschlagsqualitäten dieses Helms überzeugt. In Summe sitzt er stramm, nicht zu eng, klare Druckstellen habe ich noch nicht ausmachen können. Morgen werde ich ihn mal auf dem grossen Motorrad durch München fahren und danach entscheiden ob ich ihn behalte. Gerade bei Helmen finde ich den Kauf unglaublich schwierig. Sitzt ein Helm zu locker schützt er nicht richtig, sitzt er passend drückt er leicht – überall, ist er zu eng hat er meist eine deutliche Druckstelle. Alles nicht ganz einfach – ich habe dabei immer das Gefühl irgendwas falsch zu machen, letztlich bringt einem nur eine Tour eine Gewissheit ob der Helm der Richtige oder der Falsche war. Ich wünschte heute nacht erscheint eine Fee in meinem Traum und sagt mir, dass der Helm wirklich passt. Bitte – es kann doch nicht so schwer sein.

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