Archiv der Kategorie: Stuff

Stuff eben – darunter kann Outdoor Krempel fallen, Motorrad Klamotten, Isomatten und Zahnbürsten.

Die Sache mit dem Gepäck

Motorradfahren und Gepäck sind zwei Dinge, die nicht unbedingt zusammenpassen. Meine VFR kann ich dank Givi Komplettsystem rund herum verkoffern und habe anschließend mehr Zulademöglichkeiten als ein Kleinwagen. Soweit so gut – schaut nicht schön aus, fährt sich auch nicht immer toll – dennoch: Zum Anfahren zum eigentlichen Urlaubsort gibt es nichts besseres. Koffer abnehmen und die Gegend geniessen. Bei kleineren Touren nimmt man einfach weniger mit. Mein Urlaub im Bayerischen Wald funktionierte auf diese Art und Weise ganz wundervoll: einfach weniger mitnehmen. Das löst auch die lästige Frage was man denn heute anziehen soll, es ist schlicht nichts dabei ausser eine Menge x an Unterhosen und T-Shirts. Ganz einfach.

An dieser Stelle folgt die klare Bekenntnis zur „Traum Sozia“ – einfach nen Slip und die Kreditkarte hinten in die Hosentasche und los geht es.

Wie aber kommt man nun im Alltag klar? Die Anforderungen sind klar definiert: Es soll damit zur Arbeit gehen, mit Laptop (der idealerweise trocken bleiben soll), der Helm soll trocken verwahrt werden können und Badesachen sollen irgendwie auch noch mit. Das sind also nicht die großen Tourträume sondern eher das normale Leben, welches es gilt abzubilden. Die NC 700 von Honda hat dafür das Top Case an die Stelle des Tanks eingebaut. Pfiffig!

Was aber mache ich nun mit meiner Honda Dominator? Top Cases schauen hässlich aus sind aber unglaublich praktisch. Zudem sieht man sie nicht, das sie hinter einem montiert sind. Also gut – eine Preisermittlung kann ja nicht schaden.

Alle Preise wurden bei Polo Motorrad ermittelt, anbei die verschiedenen Optionen:

  • Hepco und Becker Gepäckbrücke (92,95€) und HB Journey Topcase mit 37 Liter Stauraum (119,95€) – *autsch*
  • Shad Topcase Grundplatte (25,99€) und Topcase SH 46 (99,95€) mit 45 Liter Stauraum
  • Shad Topcase Grundplatte (25,99€) und Topcase SH 29 mit 29 Liter Stauraum (59,95€)

Alle Lösungen haben ausreichend Platz für einen Helm, beim großen Shad Case sind es sogar zwei. Für den relativ hohen Preis bekommt man das komplette Material um die Domi zu verschandeln und alles prima am ungünstigsten Punkt zu befestigen.

Doch Rucksack?

Die Fragen werden nicht weniger und irgendwie widerstrebt es mir die Domi mit sowas zu belästigen. Andererseits wird das Motorrad deutlich vielseitiger. Nun ja, da hilft wohl nur: Noch mal nachdenken.

Nebenbei: Warum gibt es keine Heckcases, die sich sinnvoll als Rucksack tragen lassen?

Die neue Kamera ist da….

Einmal ein Motorrad untypischer Artikel – dafür aber auch sehr emotional, zumindest für mich. Die neue Kamera steht dort, verpackt und im Karton aber sie ist da. Endlich! Ich kann mich kaum beherrschen den Karton aufzureißen und sie auszuprobieren, ich sitze hier und blogge darüber.

Es ist die Entscheidung das ganze alte Film Fotozeugs massiv zu reduzieren und auf digital umzustellen. Es ist der Teil einer größeren Entscheidungskette in der auch Motorräder vorkommen aber nicht jetzt. Jetzt ist eine Kamera dran – eine Pentax K01, natürlich in gelb.

Mal ehrlich, ich mag Pentax – weil es nicht Nikon oder Canon ist. Und weil ich eine Auswahl an Pentax-M primes habe. Und weil ich damit die Touren fotografieren werde, als erstes die Honda Testtage.

Aber jetzt packe ich aus….

Meine geliebte Rukka Jacke, endlich mit Rückenprotektor

Rukka Athos mit Sas-Tec Level 2 Protektor
Einmal umdrehen, dann passt er – Sas-Tec Rückenprotektor

Meine Rukka Jacke ist toll. Ich werde nicht vergessen wie ich zitternd die EC Karte zur Bezahlung über den Tresen schob. So viel Geld – für ein Stück Stoff (549.- €). Natürlich weiss ich, dass man viel mehr ausgeben kann – aber nicht vielleicht immer möchte oder dazu in der Lage ist. Rukka Athos, so der klingende Name des Textils. Diese Jacke hat mir bislang treue Dienste geleistet, egal ob bei Wolkenbrüchen oder in der sengenden Sonne von Kurvistan. Die Jacke fühlt sich „sicher“ an und damit sind wir genau beim Punkt. Sicherheit und Motorradfahren lassen sich nur begrenzt miteinanderkombinieren. Sollte es doch gelingen, dann in relativ eng abgesteckten Bereichen und ein großer Teil dieser Sicherheit ist subjektive Sicherheit.

Die Jacke bietet diese Sicherheit – zumindest subjektiv gefühlt. Leider hat Rukka es nicht auf die Reihe bekommen dieser Jacke einen vernünftigen Level 2 Rückenprotektor zu verpassen. Der originale Rückeneinsatz ist eine luftige Matte, die den Namen Protektor nicht verdient. Rukka RVP Air Rückenmatte – ein freundliches Gitter aus Kunststoff, das Level 1 erfüllen soll. An den Schultern und Ellbogen lass ich mir das eingehen, am Rücken sollte jedoch was anständiges sein oder kurz: das Beste und das ist derzeit eben Level 2.

Wohl gefühlt habe ich mich mit der Matte nicht. Um das Manko dieser Jacke auszugleichen fahre ich daher mit einem umschnallbaren Rückenprotektor. Das Ding ist deutlich länger und deckt auch den Bereich des Steissbeins mit ab. Zudem ist es ein Protektor, der die Wirbelsäule und durch breiteren Schnitt unten auch das Becken schützen soll. Sieht komisch aus, trägt sich aber prima und wird für längere Strecken definitiv erste Wahl bleiben.

Für die kleineren Strecken war das Ding jedoch immer störend. Noch ein Stück Krams zum Rumtragen wenn man in die Stadt fährt, Fahren ohne Rückenprotektor kommt für mich jedoch nicht in Frage (aus subjektiver, gefühlter Sicherheit..). Das Problem wurde jedoch endlich mal gelöst. Nicht von Rukka sondern von Sas-Tec. Ein Rückenprotektor der umgedreht haargenau in die Rukka Jacke passt. Danke! Das Ding fühlt sich gut an, kostet 25 Euro bei Tante Luise und hört auf den schönen Namen: Sas-Tec Rückenprotektor SC-1/15 Gr.XL (link).

Fazit: Kaufen, trägt sich gut, weist Level 2 Prüfung auf.

Endlich.

Ich bin der Chef! Pesto (nicht) nur für Treffen

Situation bekannt? Irgendwer trifft sich irgendwo zum Grillen, man soll auch kommen und soll etwas mitbringen. Solche langweiligen Dinge wie Fleisch und Würstchen hat jeder mit und keiner wird sich daran erinnern, dass der Typ mit der roten Honda VFR, der Name ist mir entfallen, Würstchen von der Tankstelle mitgebracht hat.

Nein, zumindest ich bin schon eine Spur älter, die Jungen werden schon ausreichend Würstchen von der Tankstelle mitbringen. Den Grill kann ich leider auch nicht mitbringen, da ich eine VFR fahre. Sorry, das schaut einfach doof aus – das müsst ihr doch bitte verstehen. Es ist ein Sporttourer und keine Goldwing.

Gut – irgendwas muss man aber nun doch mitbringen. Ultimativer Tip: Macht ein Pesto der besonderen Art. Jeder wird sich an euch erinnern, jeder wird euch danach einladen und schmecken tut es auch noch. Nebenbei werden die Mädels auf dem Treffen euch entweder blanko einladen oder sie werden euch in ein Gespräch über das Pesto verwickeln. Essen kann man das Pesto zu allem: Baguette oder Weißbrot, gegrilltem Fleisch, einfach nur so oder zu Nudeln.

Gebraucht werden folgende Dinge:

  • ein Mörser (die Dinger kosten ab 5 Euro aufwärts und halten ewig)
  • 20 g. Pinienkerne
  • 1-2 große Pflanzen Basilikum
  • 1-2 Teelöffel grobkörniges Salz
  • 2 Knoblauch Zehen
  • eine kleine Ecke Parmesan (40g.)
  • eine kleine Ecke Peccorino (10-20g)
  • 100 – 200ml Olivenöl
  • eventuell Sherry

Das Zeug lebt sehr von der Qualität der Zutaten! Der Basilikum schmeckt am besten von der lebenden Pflanze (nicht vom Bund), das Olivenöl sollte schon hochwertiger sein. Insbesondere vom Olivenöl lebt das Pesto, also sich an Andi (Werner) halten: Mit dem Öl nicht sparsam sein.

Los geht es! Die Pinienkerne werden in der Pfanne angeröstet. Aufpassen dass die Röstaromen nicht überhand nehmen und alles schwarz wird. Danach werden die zwei Knoblauchzehen von ihrer äusseren Schale befreit, in kleinere Stück geschnitten und mit den Pinienkernen und dem Salz in den Mörser geworfen. Während die dort faul rumliegen kann man schon den Basilikum waschen und die einzelnen Blätter mit Küchenpapier abtrocken. Wer zu faul zum Abtrocknen der einzelnen Blätter ist, kann jetzt einen Sherry trinken und lässt die Dinger einfach eine Stunde an der Luft trocknen.

Nun werden die Pinienkerne und der Knoblauch zerstossen. Da kommt ein brauner ganz feiner Brei heraus. Es sollten wirklich keine Stücke mehr zu erkennen sein, das sieht dann aus wie Auspuffdichtmasse. Anschliessend werden die Basilikumblätter in keine Stücke zerrupft und mit in den Mörser gegeben. Mit der Hand wird nun mit dem Stößel das Zeug zu einer Masse zerdrückt. Die Betonung heisst zerdrückt und gemahlen. Nicht zerstampfen! Wir machen hier keinen Wein, wir wollen Pesto machen. Teures Pesto erkennt man an dem Zustand und der Feinheit der Bestandteile. Kurzum, wir hören nicht eher auf zu zerdrehen, zerstampfen und mahlen bis man nicht mehr erkennen kann was da drin war. Das kann schon mal eine gute halbe Stunde dauern. Strengt euch an! Das beste und teuerste Gewürz des Pesto ist der Schweiss des Herstellers. Auf geht’s!

Wenn das Zeug zu einer homogenen Masse geworden ist, kommt der Käse in kleinen Würfeln hinzu und weiter geht es. Man kann jetzt auch durchaus wieder ein Glas Sherry trinken.  Voila, nachdem auch der Käse mit eingearbeitet wurde, wird das ganz mit Olivenöl aufgefüllt. Meine Bemessungsgrundlage ergibt sich wie folgt: die Masse ist leicht cremig und fällt von alleine locker von einem Löffel ab. Ab in ein kleines Glas damit und idealerweise einen Tag stehen lassen. Fertig!

Nun haben wir es – das Meisterpesto! Noch besser wird das Pesto wenn ihr einen kleinen Aufkleber draufpappt. „VFR Pesto“ heisst meins.
Die Frage ist dann immer: „Wer fährt denn die VFR?“
Antwort dazu ist: „Uli, der lange Kerl dort hinten. Warum?“
„Wegen des Pesto.“
„Ah!“

Nachsatz: Je grobkörniger das Salz ist, desto einfacher zermatscht alles. Wenn euch jemand kopieren sollten – werft beim nächsten Mal ein bisschen Ruccola (ohne Stiele!) dazu. Das ändert den Geschmack deutlich, es wird pikanter. Das ganze Pesto wird durch den Käse salzig, das Olivenöl gleicht das ein bisschen aus.

Die Sache mit dem Tankrucksack…

Das mit dem Tankrucksack ist so eine besondere Sache. Einerseits machen die Dinger ein Motorrad nicht unbedingt schöner, andererseits ist es eine der wenigen vernünftigen Methoden Gepäck auf dem Mopped zu transportieren. Im Grunde genommen haben die Dinge sogar ihre Sonnenseiten: Auf langen Strecken kann man sich ein wenig dagegen lehnen, was insbesondere auf sportlicheren Maschinen für ein wenig Entlastung der Arme sorgt.

Der Kartenausschnitt ist sicher verstaut und auch der Schokoriegel für die Pause findet seinen Platz. Alles in allem – doch gar nicht so übel. Natürlich hat so ein Ding auch seine Schattenseiten und die sollten hier doch auch mal hemmungslos dargestellt werden. Das Kartenfach – zumindest als solches bezeichnet – soll die Karte festhalten und gut lesbar präsentieren. Bei nahezu allen Modellen, die ich in der Hand hatte, dient das Fach lediglich dazu einen soliden Spiegel unterhalb des Fahrerhelms anzubringen. Von alleine hat das noch nie gepasst, durch Drücken, Pressen und Quetschen des Inhalts wurde das Ding so in Form gebracht, dass die Karte dadurch wieder lesbar wurde. Während der Fahrt hat das wirklich nur in den seltensten Fällen vernünftig geklappt. Anhalten, Pressen, Drücken und Schieben – die nächsten 5-6 Abzweigungen gemerkt und weitergehts.

Auf sollte man den berühmten Regenschutz nicht verschweigen. Die Tankrucksäcke sind in den seltensten Fällen wirklich regendicht. Daher liefern die findigen Hersteller eine Regenabdeckung, die irgendwo innen im TRS verstaut werden kann, mit. Wenn man einen grössenverstellbaren Tankrucksack hat, heisst dies Flattern bei kleinerer Grösse, da das Volumen der Hülle nicht ausgefüllt wird oder zu klein sein wenn man den Rucksack mal wirklich vollgepackt hat.

Ok, hier ist ein Modell, welches den Nörgeltest von mir bestanden hat. Gekauft habe ich es mir ursprünglich für eine Honda Dominator, die über einen stark gewölbten Tank verfügt. Mit dem Kauf der Honda VFR 800 bekam ich vom Käufer einen kleinen Tankrucksack mit, dieser erwies sich schnell als zu klein. Wunder, oh Wunder – der Tankrucksack, der für speziell gewölbte Tanks von Enduros gedacht ist, passt wie angegossen und sitzt bombenfest. Sehr ordentlich! Gemeint ist der Tankrucksack Tuareg Spezial von Hein Gericke.

Tankrucksack - Tuareg Spezial auf Honda VFR 800
Das Anwendungsbeispiel – passt wie angegossen.

Vorne wurde der Tankrucksack an der Gabelbrücke mit einem Spanngurt mit Schnappverschlüssen befestigt. Gehalten wird er durch Magnete sowie durch zwei Klettspanngurte hinten. Das Ding sitzt damit bombenfest, es wackelt nichts – dank der Tourenscheibe ist bei normaler Fahrt der Regenschutz überflüssig. Das Ding hat 25 Liter Volumen im erweiterten Zustand und kostet rund 50 Euro. Lediglich der Tacho verschwindet leicht dahinter, zum genauen Ablesen muss ich mich kurz aufrechter hinsetzen – sonst passt alles.

Kurzfazit
Name: Tuareg Spezial von Hein Gericke
Kosten: ~ 50 Euro
Ergebnis: Nicht nur für die Honda Dominator – auch für die VFR der ideale Tankrucksack und für kleine Touren komplett ausreichend.

Holga reloaded – hoffentlich,…..(RedBull X-Fighters)

Ganz klar, die Einladung der X-Fighters lag im virtuellen Briefkasten – dank Urlaub habe ich das gleich auch mal übersehen. Nun muss nur noch alles mit der Akkreditierung klappen, dann gibt es auch die passenden Fotos.

Frei nach dem Wunsch von Herrn Troelf gibt es Holga Fotos – in Farbe und Schwarzweiss. Missbraucht werden dafür ein paar Kodak Porta 800 und diverse Kodak TriX 400. Letzterer wird sicherlich auf 1600 gepushed, mal sehen – mal ein paar Testaufnahmen machen wie der auf 3200 ausschaut. Hat jemand dazu die passenden Erfahrungen parat? Entwickler wird definitiv Rodinal werden.

Sinn und Unsinn von Trinksystemen

Über den Sinn und Unsinn von Trinksystemen auf dem Motorrad lässt sich sicherlich prima streiten. Vermutlich sogar noch besser als über Kettenschmiersysteme. Allerdings habe ich den Verdacht, dass hier die Gefühle noch weiter auseinandergehen werden. Wer braucht den sowas? Was für ein Schwachsinn? Ich nehme doch nicht noch ein Klump mit! Man kann auch anhalten und was trinken.

Dies sind natürlich nur vorgestellte Reaktionen, ich könnte mir gut vorstellen, dass die Realität noch deutlicher ausfällt. Auf meinem Trip ins Salzkammergut hätte ich sowas gut brauchen können. Stauige Fahrt auf der Autobahn, die definitiv keine Alternative hat. Zumal ich von A nach B auf direktem und kürzestem Weg wollte und nicht schöne tolle Landschaft anschauen wollte. Bei Tempo 60 km/h zwischen den Auto durchschlängeln ist neben dem rechtlichen Aspekt auch nicht meins und so wurde ich über Stunden dahingeröstet. Ganz sanft, in meinen schwarzen Klamotten auf einem Motorrad, welches die Abwärme selber nicht los wurde und von unten mit rund 100° Grad nachheizte. Zu diesem Moment dachte ich mir: SCHÖN, wenn ich jetzt was trinken könnte.

Natürlich hatte ich was zu trinken dabei – während der Fahrt ging das aber nicht vernünftig und anhalten wollte ich nicht – es fuhr doch gerade einmal! Als ich irgendwann abends zurück gefahren bin, wurde es zwar merklich kühler aber der Akku von mir war auch definitiv leer – vollkommen. An einer Tankstelle nahm ich endlose Flüssigkeit zu mir und es begann mir besser zu gehen. Problem dabei: Der Körper kann das Wasser nicht „festhalten“ – einen großen Wasserverlust kann man also durch einmal Viel-Trinken nicht ausgleichen.

Auf einem Geländetraining mit der Honda Dominator ging es den Teilnehmern ähnlich. Die Crosshelme erlauben das Trinken aus Flaschen für Fahrrädern vorzugsweise mit Trinkhalm zum kräftigen Drücken. Für mich stand danach der Entschluss fest: Ein Trinksystem schaue ich mir an – gesagt getan! Genaue Details folgen, fest steht für mich aber: Auf längeren Touren, nie mehr ohne.

Gewitterritt voller Emotionalität (Liebeserklärung)

Gewitterfront über München - beim Adminday
Hell for textil! Manchmal eben doch Textil - statt Lederkombi

Nicht immer funktioniert im Leben alles wie man sich das so vorstellt. Das gilt für das Berufs- wie für das Privatleben. Insbesondere Dinge, die einem tief unter die Haut gehen, bilden oft eine Brücke zu tief emotionalen Erlebnissen auf dem Zweirad. Gestern abend durfte ich solch besondere Momente geniessen. Um es abzukürzen – mir war es wichtig von A nach B zu kommen, wobei B meine Wohnung war und der Weg dorthin führte über 30 Kilometer Autobahn, besonders schnell musste es nicht sein. Der Himmel wurde immer dunkler, er war schon fast vollkommen schwarz. Der Wind wurde kräftiger und ein schweres Unwetter kündigte sich an. Dennoch – ich wollte fahren.

Also – auf nach B und ab auf das Motorrad. Den Tankrucksack hatte ich schon unter der wasserdichten Haube versteckt, die Jacke wurde bis obenhin geschlossen, ein Tuch dichtete den Kragen zusätzlich ab. An hatte ich meine Rukka Jacke Athos, Rukka Hose Mika, Daytona Burdit Stiefel und die geliebten Handschuhe Touring Five von Held (mal so aufgezählt).

Der Himmel wurde immer dunkler, noch mal, ein paar Tropfen fielen und dann begann auch schon ein Blitzinferno. Pro Minute schossen mehrere Blitze aus den Wolken und erleuchteten die Szene gespenstisch. Mal leuchtete es über den Wolken, mal zuckten die Blitze in der Ferne auf den Boden. Wunderschön konnte man dort den Wolkenrand erkennen, wo die Wolken der Gewitterfronten aneinanderstiessen. Es sah ein wenig nach Weltuntergang aus, dennoch war es faszinierend. Die Luft war scheinbar in verschiedenen Säulen aufgeteilt. Es gab warme Säulen und kalte Säulen, die ich mit 130km/h durchfuhr – dann immer wieder die faszinierenden Blitze und eine unheimliche Stille.

Es war wie ein Gleiten, fast schon Surfen durch ein Inferno aus – Nichts. Tausende von Blitzen aber kein Donner; mittlerweile war es auch wieder windstill. Die VFR zog sanft mit 130 km/h über die Autobahn und der V4 brummte zufrieden. Die Gewitterblitze waren zwar gleissend hell und erleuchteten immer wieder die Unwetterfronten, waren jedoch noch weit weg.

Die Säulen mit der kalten Luft kamen häufiger, *wapp* *wapp* *wapp* man konnte förmlich den Unterschied im Klang hören, der beim Hineinfahren entstand – dann schoss das Wasser aus allen Himmelstoren. Kalt, mit Hagel, sintflutartig und unglaublich viel. Alles schwamm sofort, das Wasser stand sofort zentimeterhoch auf der Autobahn. Zu diesem Zeitpunkt fuhr ich dank der „Ruhezone“ bei Germering rund 80 km/h schnell. Die Reifen teilten das Wasser mühelos und ich konnte Emotionalität pur geniessen. Sturzbäche flossen über die Autobahn, es bildete sich eine Schicht aus fliegendem Wasser – dort wo die Tropfen von der Wasseroberfläche wieder zurückgeworfen wurden. Sie müssen unglaublich groß gewesen sein, denn die Sicht war kaum beeinträchtigt – dennoch war sofort diese Schicht Wasser da. Die Handschuhe (Leder) waren sofort durch – und ich konnte staunen und fühlen. Ich weiß nicht was nasser war, ich von aussen oder der Helm von innen von den vielen Tränen, die dieses Erlebniss auslöste.

Es war genau einer dieser Momente wo ich mir dachte: Oh, weil geil, dass du Motorrad fährst. Wenn mich zukünftig jemand fragt warum ich das tue, werde ich auf diesen Artikel verweisen und sagen: deshalb.

Nach rund 20 weiteren Minuten kam ich zu Hause an. Viel später natürlich, an schnelles Vorankommen war nicht mehr zu denken gewesen. Ich stellte die Dame (Motorrad) in die Tiefgarage und ging tropfend nach oben. Das Strecken der Hand mit dem Schlüssel zum Schloss löste Sturzbäche aus, die vor meiner Tür eine neue Heimat fanden. Mit einem schnellen Schritt stand ich im Badezimmer und zog die Klamotten aus. Handschuhe: vollkommen durch, Helm – innen naß, da ich die Belüftungen nicht zugemacht hatte. Jacke: vollkommen nass von aussen, innen: trocken. Vollkommen trocken. Bei der Hose das gleiche, ebenso bei den Schuhen. Dabei hatte ich noch gespürt wie das Spritzwasser auf die Schuhe geworfen wurde. Das war für mich einer der Momente wo ich fand, dass eine qualitative Textilkombi aus zwei Teilen durchaus auch Vorteile gegenüber einer Lederkombi haben kann.

Trocken und warm – auch nicht schlecht. Sollten diese Vorteile aber die Abriebfestigkeit von Leder aufwiegen? Ich bin mir nicht sicher. Fest steht aber auch – das war defintiv die beste Kleidung für diesen Moment.

Liebes Rukka Team,

vielen Dank für diese perfekte, wasserdichte Kombination. Gerne würde ich bei euch die Kombination von Leder und Goretex Textil kaufen, wenn das nicht sofort das Auflösen meines Bausparvertrags erfordern würde. Der Rukka Anzug Merlin ist derzeit definitiv ausserhalb meiner Preisliga. 1299€ würde mir für Hose und Jacke noch eingehen – aber nur für die Jacke? Zumal der Rückenprotektor der Merlin Jacke gerade mal dem Level 1 entsprechen soll.

Vielleicht kann Rukka als Premiummarke ein bisschen über die Preisgestaltung nachdenken – dann hätten sie ganz sicher einen Kunden dafür mehr. So bleibt es erstmal bei der Textilkombi – wo die Jacke vielleicht mal über einer Lederkombi gefahren wird. Wäre schön beides zu haben.

Das Motorrad und der Parkschein

Unter der Abdeckungsklappe lassen sich prima Parkzettel festklemmen
Unter der Abdeckungsklappe lassen sich prima Parkzettel festklemmen

Aus der Reihe: „Fragen an die Zweiradfahrer aus dem Alltag“ heute die Frage meines Sohns wie Parkscheine am Motorrad befestigt werden. Die Frage entstand am See als wir auf den Parkplatz mit dem Auto fuhren und ich nach dem Parken den Blick nach schönen Motorrädern über den Platz schweifen liess. Es waren keine vorhanden und die logische Erklärung vom ihm war ganz klar: „Die können ja den Parkschein gar nicht befestigen“.

Kinderlogik – manchmal glaube ich, dass die Welt ein bisschen besser funktionieren würde, wenn wir wesentliche Ressorts der Polititk von Kindern kontrollieren lassen würden. Die StVO zum Beispiel. Zurück aber zur eigentlichen Problematik, wie wird denn nun was befestigt? Die Vignette hatten wir bereits ausgiebig behandelt – der Parkschein ist noch offen. Die Lösung ist ganz einfach. Man kann (zumindest bei Motorrädern von Honda) den Parkschein wundervoll unter die Abdeckung des Schlosses vom Tankdeckel klemmen. Bei den manuellen Wegelagerer Parkplätzen, also Parkplätze bei denen am Eingang jemand steht und einem das Zettelchen verkauft klappt das wunderbar. Sogar mit passenden Bohrungen für die beiden Zapfen an der Innenseite der Klappe. So schon in Bayern erlebt – ob das Zufall war oder ob das geplant war? Haben andere Motorräder diese Zapfen eigentlich auch? Dort wurde mir übrigens auch noch nie ein Zettel geklaut.

Bei den automatischen Wegelagerer Parkplätzen (Stichwort Kassenautomaten) wurde mir in der Tat schon der eine oder andere Zettel geklaut. Vielen Dank dafür an dieser Stelle nochmal.

Damit sollte die Frage mal hinreichend beantwortet sein, mein Sohn fand das ok so – die Marke Honda ist in seiner Wahrnehmung deutlich im Wert gestiegen, dem Zettelhalter sei Dank. Wo lässt man aber nun solche Dinge wie Parkscheiben, andere Zettel oder ähnlichen Krams. Eine gute Frage, die es vermutlich nur in Deutschland gibt, bzw. sie diskutiert wird. Stabile Klarsichthülle und das ganze ans Helmschloss? Am besten mit kleinem Hinweis am Cockpit: „Das Zettelchen/Scheibe finden sie hinten rechts.“

Willkommen in Deutschland!

 

weitere Links:
Blogger broaaaa (Twitterfeed der Person bekannt) hat einen netten Artikel zum Thema Zettelchen und wo zu parken ist und wie veröffentlicht. Immer wieder ein Schmunzeln wert.

Motorradfahrer sind klein und dick!

Etikett Größe 54 einer Rukka JackeMotorradfahrer müssen kleine und dicke Menschen sein. Diese Behauptung mag sehr gewagt klingen, ich bin jedoch gerne bereit sie zu verteidigen. Ich bin 1.92m groß und gehöre, zumindest nach meiner Empfindung, zu den eher größeren Menschen der Gesellschaft. Mit meinen ~85 kg Körpergewicht bin ich im BMI Bereich gerade noch bei „passend“ auf der Grenze zum Übergewicht. Bei näherem Licht betrachtet bin ich scheinbar ganz normal, das spiegelt sich auch in meinen Gefühlen wider: ich fühle mich vom Körper her relativ normal.

Dieses Gefühl passt überall, nur nicht auf dem Motorrad. Motorrad für die vermeintlich großen Menschen baut nur KTM, alle anderen Motorräder erfordern Umbaumaßnahmen. Meine Honda VFR 800 fährt mit verstellbaren Rasten, die Dominator mit leicht geänderter Lenkerstellung. Soweit so gut, das Thema Motorrad im Sinne des Fahrzeuges kann man damit vielleicht abhaken – wie schaut es jedoch mit der Kleidung aus?

Aus den kommenden Tatsachen enstand meine Behauptung. Ich trage derzeit einen kompletten Satz Rukka Kleidung. Ich empfinde die Kleidung als preislich angemessen, sie ist ausserordentlich bequem, sehr funktional und gut ausschauen schaut sie auch. Die Größe der Jacke und der Hose ist jeweils die Konfektionsgröße 54. Damit bekomme ich oben genug Platz in der Hose am Bund, die Jacke verträgt die daruntersitzende Schildkröte gut und drückt nicht. Sowohl die Arme der Jacke als auch die Beine der Hose sind ausreichend lang. Die Welt ist ganz einfach.

Aus persönlichen Gründen träume ich jedoch von einer Lederkombi – zweiteilig. Am Samstag wagte ich dann das Experiment, schlich in den Louis und probierte wild verschiedenste Jacken an. Das Ergebnis war ernüchternd und die Verkäuferin fasste es mit den Worten zusammen: Schaut aus wie vom kleinen Bruder geklaut.

Von allen erdenklichen Kombi Modellen von Louis passte keine einzige Jacke, auch die vermeintliche Übergröße war satte 2-3 Zentimeter an den Armen zu kurz. Na danke. In der Konfektionsgröße konnte ich annähernd beliebig nach oben gehen – bis 58 habe ich probiert. Das Resultat war einfach ernüchternd: Kilos sind kein Problem, Zentimeter schon. Damit entschwand mein Traum der zweiteiligen Kombi schneller als er sich im Laufe der Zeit bilden konnte.

Da ich schon gerade dort war, probierte ich noch eine der Motorradjeans Modelle aus. In den Kundenkritiken hatte ich bereits viel Stöhnen gelesen: Einheitsgröße (in der Länge)! Auf dem Etikett der Hose lachte eine 36. Ich lachte auch, zog die Hose an und die Verkäuferin konnte auch wieder lächeln. Passt perfekt – kein bisschen zu lang, prima!

Liebe Motorrad Bekleidungshersteller,

ich bin ja gerne bereit eure hochpreisigen Schutzbekleidungen zu kaufen aber gebt mir bitte eine Chance dazu. Produziert nicht nur Bekleidung für Menschen, die 58 in der Breite brauchen aber nur 50 in der Arm/Beinlänge. Wenn ihr die „Frechheit“ besitzt eine Einheitsgröße 36 in der Länge anzubieten, denkt doch bitte einmal an die Arme, ja?

Freundlichst

U.

Was nun? Schwabenleder Kombis kosten richtig Geld – soviel wollte ich vielleicht doch noch nicht ausgeben, oder doch? Hat jemand einen Alternativvorschlag oder kann ggf. einen Hersteller empfehlen?

P.S.: Die Rasten der VFR sind nach hinten verstellt – für die größeren Füße…

First aid … für Motorradfahrer

Es ist keine Pflicht für Motorradfahrer in Deutschland einen Verbandkasten oder Verbandtasche mitzuführen. Andere Länder sind dort deutlich weiter und schreiben das Mitführen eines Verbandpäckchens nach DIN vor. Wer es nicht dabei hat, wird zur Kasse gebeten. Österreich ist ein gutes Beispiel dafür. In Italien hingegen benötigt der Motorradfahrer keine Verbandtasche, dafür soll eine Warnweste mitgenommen werden; eine durchaus interessante Variation.

Vor dem Kauf der VFR hatte ich auf Touren oder längeren Ausflügen immer eine kleine Verbandtasche im Tankrucksack dabei. So ein Ding nimmt nicht sehr viel Platz weg, macht sich gut in einer der Seitentaschen des TRS und gut. Mit dem Kauf der VFR habe ich nun immer eine solche Verbandtasche bei mir, da es dafür einen eigenen, vorgesehenen Platz unter der Sitzbank gibt. Jetzt, unmittelbar vor dem Österreich Trip habe ich die überalterte Tasche entfernt und durch eine neue ersetzt. Mit rund 10 Euro ist man dabei und hat Ruhe für die nächsten Jahre.

Bei dem Entnehmen der alten Tasche kam mir die Idee zu diesem Blogeintrag. Sie einfach mal zu öffnen und abzulichten. In einer kurzen Nachfrage bezüglich der Mitnahme von solchen First Aid Kits auf Twitter kamen interessante Antworten (Auszug):

@rabenfeder:
„Frisches Verbandspäckchen für #motorrad gekauft. Bin ich eigentlich der einzige, der so ein Ding dabeihat?“

@_seitwaerts_:
@rabenfeder nein, ich hab normal auch eins dabei. ist doch eine gute sache, und so klein, dasz es immer platz findet

@MaxED9:
@rabenfeder hab auch eins dabei

@Hepolite:
@rabenfeder Hab‘ auch in jedem Bike eins unter der Sitzbank oder zur Not im Rucksack. In erster Linie um Helfen zu können :-)

Natürlich kamen auch Nachfragen wo ich das Ding denn lassen würde – die Antwort findet sich oben. Spannenderweise kam von keinem die Aussage, dass dies vollkommener Blödsinn sein und Motorräder schon seit Ewigkeiten nichts dieser Art dabei hätten. Aber Moment mal – meine VFR ist Baujahr 1998. Sie hat ein entsprechende Fach bereits ab Werk vorgesehen. Selbstredend hat meine Honda Dominator weder ein Verbandpäckchen noch den Platz irgendwo dafür. Für die Domifahrer gibt es die Möglichkeit das Ding anstelle des Fahrer Manuals vorne in die Miniverkleidung zu pappen.

Zwischenstand: Es gibt durchaus viele aktive Befürworter und bislang keinen offenen Gegner; Fragen des Ablageortes bleiben jedoch bestehen. Aus eigener Erfahrung weiss ich wie sinnvoll so ein Päckchen sein kann. Beim letztjährigen Honda Dominator Treffen hat sich jemand gut geschnitten, da taten es die Pflaster aus dem Päckchen und einer Sozia eines anderen Motorradfahrers konnte mit einer Mullbinde ausgeholfen werden, nachdem sie sich unschön am Auspuff verbrannt hat.

Der Inhalt von diesen Verbandspäckchen:

…ist nach DIN vorgeschrieben. Ich habe mein abgelaufenes Päckchen mal ausgekippt, den Inhalt von den Verpackungen befreit und fotografiert (von links oben nach rechts unten):

  • Beschreibung / Infobüchlein „Lebensrettende Sofortmaßnahmen“
  • Pflaster (Wundschnellverband)
  • Omni/Hansaplast Klebeband
  • 2x Verbandspäckchen – Mullbinden
  • Rettungsdecke (goldfarbene Alufolie)
  • Erste Hilfe Handschuhe („Aids Handschuhe“)
  • Verbandtuch
  • Verbandsschere

Alles ist mehr oder minder von alleine zu verstehen. Im Schnelldurchlauf heisst das: Pflaster für kleinere Schnitte, Schürfungen – ob das bei einem grösseren Unfall Sinn hat wage ich durchaus zu bezweifeln, für den Feld, Wald und Wiesn Unfall – ein Schnitt, beim Schrauben gezwickt – absolut sinnvoll. Die Rettungsdecke ist besser als ihr Aussehen. Die Dinger helfen wirklich und isolieren sinnvoll. Kann auch sinnvoll dazu verwandt werden tropfendes Öl aufzufangen. Die Dinger sind erstaunlich reissfest!

[Anmerkung und Edit: Nein, es ist nicht meine Absicht die Lehrgänge für die Sofortmaßnahmen einzustellen und stattdessen mit Büchern die Welt zu verbessern. Geht auf die Kurse – und zwar regelmässig! Als Referenzkarte halte ich die Dinger dennoch für sinnvoll – danke Juergen für die Anmerkung]

Dann nahm ich mir das kleine Büchlein vor. Es ist dort alles beschrieben und schön erklärt. Kleingeschrieben und in 10 Punkt Schrift bei Dunkelheit mit zittrigen Fingern vollkommen unleserlich dargestellt. Zudem liegt das Papierbüchlein komplett ungeschützt in der Verbandtasche. Nach ein paar Jahren im Motorrad wird hier vermutlich alles vergilbt sein und damit auch nutzlos sein. Wie schaut es denn mit einer eingeschweissten Version zum Auffalten aus? Kostet nicht so sehr viel mehr – wäre aber sinnvoll und haltbarer. Vielleicht würden ein paar Zeichnungen vieles auch noch besser darstellen – also, verbessern bitte! Sicherlich ist dieses Heft nach den letzten Erkenntnissen zusammengestellt und redaktionell sorgfältig geprüft worden.

Mein Vorschlag:

Ein paar eingeschweisste oder gummierte Karten mit Zeichnungen halte ich für deutlich besser. Einfache „Flowcharts“ was in welcher Reihenfolge getan werden sollte, sind doch einfach in Form von Icons und Strichmännchen darzustellen. Ich halte es durchaus für sinnvoll eine Unfallstelle gut abzusichern und zu markieren. Mit einer einfachen Seite ist das darzustellen, auf der Rückseite können dann weitere Maßnahmen vermerkt werden. Weitere Karten können dann das kleine Büchlein ablösen und auf lebensrettende Sofortmaßnahmen eingehen. Spiralbindung drum – fertig. Dabei finde ich es sinnvoll ein faltbares Warnzeichen auf reflektiver Folie beizufügen. Die Wärmedecke ist nicht groß im zusammengefalteten Zustand, kann aber groß entfaltet werden. Ein leuchtendes Dreieck im A4 Format ist sicherlich gut umzusetzen.

Mal sehen, vielleicht finden sich glatt ein paar Leute für eine Initiative für eine solche Kärtchensammlung. Im *.svg Format gezeichnet, gehostet bei github. Warum nicht?

Der leidige Heuschnupfen und das Motorradfahren

Yay, es ist Frühling. Die Domi blubbert freundlich vor sich hin, es sind diverse Motorradfahrer unterwegs, man grüßt sich, alles könnte so schön sein. Wenn,…

Haaaatschi, der Helm ist beschlagen – der Helm wird also geöffnet und die Pollen haben direkten Weg in die Atemorgane. Haaatschi… und dann kommen die Tränen und schiessen in die Augen. Anhalten, auswischen, weiterverfahren und von vorne.

Gott sei Dank hat bei mir die Allergie stark nachgelassen und obiges Problem hat defintiv Seltenheitswert. Leider kommt es dann und wann doch vor und ich kann alles noch einmal geniessen.
Fazit: Nicht angenehm.

Dennoch möchte ich mich nicht auf Verdacht mit Antiallergikum zuwerfen und damit leicht verdröhnt den Tag verleben. Daher ist der heutige Post der Pharmaindustrie und einem Mittelchen gewidmet. Es sind Augentropfen, die man einfach bei Bedarf einfach nehmen kann. Sie wirken sofort und der Spuk ist vorbei. Das passt für mich ganz prima, da ich das Niesen und die laufende Nase nicht kenne, wohl aber das Tränen der Augen. Das Mittel heisst Euphrasia D7 und ist ein homöopathisches Mittel. Ich habe mir länger überlegt hier offen Werbung zu machen. Einerseits denke ich, dass schon genug Geld verdient wird und die Blogger sich mit Werbung zurückhalten sollten, andererseits empfinde ich dieses Mittel schon fast als Schraubertipp im Frühling.

Wer das obige Problem teilt – ausprobieren! Mit ein paar Euro seid ihr dabei und bekommt ein Päckchen mit 5 Miniampullen. Eine davon habe ich üblichweise in der kleinen Werkzeugbox meiner Honda Dominator. Eine Anwendung reicht bei mir für den ganzen Tag – angenehm.

Vorsicht: Wie bei allem wird gerade bei den homöopathischen Mitteln in den Apotheken besonders gerne verdient. Internetapotheken verkaufen das Zeug zum halben Preis.

Euphrasia - Drogen zum Motorradfahren für Allergiker
Euphrasia - Drogen zum Motorradfahren für Allergiker

Ein Ölkühler für die Honda Dominator

Ein Ölkühler für die Dominator stand auf meiner Liste für das Jahr 2011. Diese Liste hatte ihren Ursprung in der Münchener Friesischen Teestube bei einer Tasse Tee und einem gepflegten Gespräch mit einer Freundin. Dort ging es um Großes und Kleines im Leben, Dinge, die einfach mal zu erledigen sind. Schönen Gruß,…

Die Honda Dominator hat einen luftgekühlten Einzylinder Motor mit 650 ccm. Sie verfügt über keinen zusätzlichen Ölkühler oder sonstige Kühlkreisläufe. Der Zylinder ist mit jeder Menge Rippen überzogen, die die Kühlung übernehmen sollen. Auf der Landstrasse bei wechselnden Lasten klappt das hervorragend. Auf der Autobahn und in der Stadt klappt das mal gar nicht. Öltemperaturen von 120°-130° Celsius sind schnell erreicht. Auf der Autobahn scheint die Last für die Domi einfach zu groß zu sein – schon bei 120 km/h klettert das Öl in diesen Temperaturbereich. In der Stadt fehlt vermutlich einfach der Fahrtwind in ausreichender Menge, um die Temperatur sinken zu lassen.

Viele Domi Fahrer verbauen daher verschiedenste Formen von Kühlern an ihren Domis, fertige Modelle sind selten. ABP Racing oder OFF-THE-ROAD bieten komplette Einbaukits an. Ich habe mich für das Modell von OTR entschieden und es von meiner Werkstatt des geringsten Misstrauens (Zweirad Michael) einbauen lassen. Saubere Arbeit, Jungs!

Der Kühler schaut wertig aus, da wackelt oder klappert nichts und das Konstrukt ist vertrauenserweckend. Zudem senkt er die Temperatur erheblich. Ich habe ein Thermometer in der Domi verbaut und im Gegensatz zu vorher, stelle ich deutlich entspanntere Temperaturen fest. Zwischen 10° – 20° Celsius Graden traue ich ihm zu. Auch bei längeren Stopp und Go Fahrten in der Stadt wurden zwar die 120° erreicht, jedoch nicht überschritten. Ein paar Meter freie Fahrt und schon war das Öl wieder auf 110° Celsius abgekühlt. Ich bin gespannt wie sich das im Sommer verhält. Auf der Autobahn hatte ich bislang noch nicht die Strecken zurückgelegt, um einen sinnvollen Wert anzugeben. Bislang habe ich dort ähnliche Temperatursenkungen bemerkt, 110° Celsius waren auf der Uhr.

Aufgrund des fehlenden Thermostaten innerhalb der Leitungen muss man jedoch nun eine längere Aufwärmphase in Kauf nehmen bevor mit Schwung Kabel zieht. Kein Problem – man muss ja auch nicht immer ausdrehen.

Fazit: Sinnvolle Investition – funktioniert!

OpenStreetMap – reloaded

OpenStreetMap auf meinem Garmin HCx Legend hat mich immer wieder den Nerv gekostet. Die Darstellungen waren zum Motorradfahren grausig, das Routing ein Alptraum – der Detailreichtum viel zu hoch. Nie wieder wollte ich mich diesem Thema zuwenden. PUNKT!

Aber manchmal entwickeln sich Dinge anders als man im ersten Moment glaubt. Mein Arbeitgeber betreibt interessante Dinge mit OpenStreetMap und nun bin ich auf einmal „Insider“, da ich den Serverpart übernommen habe. Ich weiß wie die Karten gerendert werden, ich weiß wie die Karten erstellt werden, was welche Layer beinhalten und so weiter. Kurzum, eine neue Sichtweise ist entstanden und eine neue Vision. Ich werde in der nächsten Zeit eine Motorradkarte für mein Garmin entwickeln. Basierend auf OpenStreetMap mit brauchbarer Darstellung für das Motorrad. Der Toolchain wird auf meinem MacBook heute abend noch installiert – err, auf meinem krassen RootServer – dann wollen wir mal sehen.

Das kann doch nicht so schwer sein!

Kartennavigation oder GPS mit OpenStreetMap

Kartenausschnitt der Generalkarte Deutschland
Kartenausschnitt der Generalkarte Deutschland

Der Minoura Space Grip ist ab. Warum? Er wurde einfach nicht mehr benötigt, da ich mit meinem GPS Gerät, einem Garmin HCx Legend und den Openstreetmap Karten einfach total unzufrieden war. Somit wurde er nicht mehr benötigt und konnte abgeschraubt werden.

 

Vielleicht lohnt ein kurzer Blick hinter die Kulissen. Ich hatte in einem Blogartikel berichtet, dass ich mir Openstreetmap Karten auf dem Motorrad näher ansehe. Auf meiner Domi Tour hoch zum Domi Treffen nach Stadtoldendorf war das Legend die ganze Zeit angeschaltet und führte mich dort hinauf. Mit der Routingqualität war ich damals begrenzt zufrieden, die Darstellung war vollkommen motorradfremd. Es war auf dem kleinen Display nicht auszumachen welche Strasse nun die wesentliche ist. Mal war der Detaillevel zu hoch, mal zu niedrig. Die Quantität der Informationen war schlicht falsch gewählt.

Einige Monate später, jetzt vor der grösseren Wochenendtour lud ich mir die neuen Karten der Geofabrik herunter (Süddeutschland) und übertrug sie auf mein Garmin. Bei meinem Ausflug fuhr ich ein kurzes Stück durch Österreich, dort verliess mich das Routing, klar – wer die falschen Informationen auf dem Gerät hat, darf sich nicht wundern. Dennoch, einen Fortschritt bei der Darstellung oder aber bei der Routingqualität konnte ich nicht feststellen. Ein Problem findet man beispielsweise bei fehlerhaften Routings bei Autobahnhilfsausfahrten für die Betriebsdienste. Diese werden als korrekte Wege eingetragen und werden im Routing voll berücksichtigt. Das „Abfahren“ kann so durchaus zu einer interessanten Sache werden. Ebenfalls fielen mir Fehler bei der Routingart auf. Forstwege wurden so zu Nebenstrassen, über sie fand ein Routing für Kraftfahrzeuge statt, die dort nicht fahren durften.

Mit meinem Bruder habe ich in einem Sommerurlaub mal solche Fehler korrigiert. Es war eine Sauarbeit und hat zumindest in einem Bereich zu einem korrekten Routing geführt. Siehe Infos im Openstreetmap Changes Log (#5493035). Bis OpenStreetMap tatsächlich vollständig den kommerziellen Anbietern den Rang ablaufen kann, wird es noch einige Zeit dauern.

Aufgrund der bisherigen Fehler und der grausigen Darstellung auf meinem Gerät habe ich mich daher entschlossen das GPS im Tankrucksack zu verstauen und im schlimmsten Falle mir dort Hilfe zu holen. Damit war der Spacegrip überflüssig und konnte abmontiert werden.

Die neue Liebe hingegen sieht anders aus und besteht aus einer alten Karte. Ich habe mir daher die Generalstabskarte in der Motorrad Ausgabe für meinen Bereich gekauft. Ich war von der ersten Sekunde von der Darstellung begeistert! Motorradstrecken, die zu einer Tour kombiniert wurden, sind mit dicken rosa Markierungen gekennzeichnet, interessante Motorradstrecken wurden mit Grün markiert. Dazu wurden interessante Orte gekennzeichnet und Aussichtspunkte hervorgehoben.

Auf einmal fand ich mich Abend für Abend am Küchentisch wieder. Es wurde die Karte studiert, mögliche Routen wurden in kleinen Roadbooks niedergeschrieben, Links aus dem Internet wurden speziell abgelegt. Kurzum – ein Mehrgewinn dank analoger Technik. Auf diese Karten möchte ich nicht mehr verzichten. Dennoch ist nicht überall Gold – die Karten dieser Ausgabe sind massiv veraltet. Mittlerweile sind sicherlich 5 – 7 Jahren über dieses Kartenwerk gegangen. Für rund 5 Euro stimmt der Preis dennoch. Die Karten sind speziell beschichtet, man kann prima mit einem weichen Bleistift auf ihnen malen, auch Faserschreiber hält gut und ist prima zu entfernen. Wasserdicht sollen sie obendrein sein, ich möchte es nicht ausprobieren. Dennoch – das bisschen Nässe im Tankrucksack sollten sie locker abkönnen. Verfahren habe ich mich mit diesen Karten nicht, zumindest nicht öfter als mit dem OpenStreetMap Routing.

Die Zeitschrift Motorrad bietet weitere Kartenedition an, so ein Ringordner mit Karten im freundlichen Tankrucksack Format. Hat jemand damit schon Erfahrungen gesammelt? Für mich ist jedenfalls das Thema Hand GPS und Motorradrouting durch und die analoge Karte hat ihren Siegeszug (mal wieder) angetreten. Irgendwie fühle ich mich mit Papierkarten einfach wohler – das war aber eigentlich schon immer so. Das Gehype rund um die Technik war vielleicht einfach auch nur zu sehr eingeredet – auch das muss man erkennen. Ich fühle mich (wieder) ein bisschen gereift.

Ich möchte ein Eisbär sein

…im kalten Polar. Dann müsste ich nicht mehr schreien, alles wär so klar. Eisbären müssen nie weinen…“

Willkommen zurück im Winter. Am Samstag war mein Leben noch voller Dominator Freuden, heute liegt hier zentimeterhoch der Schnee. Dank Winterreifenpflicht für alle und der fehlenden Reifenfreigaben für Motorräder können die Dosen ungestört ineinander rutschen. Schade, dass nochmal der Schnee so wiederkommen musste, für mich wäre es auch ohne gegangen.

Wo er aber nun schon mal da ist, kann ich gleich mal die Wintertauglichkeit meiner neuen Jacke testen. Ich habe ein wenig investiert und der Firma Rukka stützend unter die Arme gegriffen. Kurzteaser an dieser Stelle: es fühlt sich besser als Vanucci Jacken an. Nun freue ich mich also auf einen schönen Arbeitstag ohne morgentliche Motorradfahrt. Schade eigentlich, ich bin gespannt wie dieser Tag sich noch entwickelt.

Die perfekten Handschuhe – Held Touring Five

Vollkontakt oder wie finde ich den perfekten Handschuh? Jahrelang habe ich in meiner Zweitradzeit diverse Handschuhe durchprobiert. Mal aus Leder, mal aus *tex Materialen; alle Handschuhe hatten immer eins gemeinsam: es waren no-name Handschuhe.

Im Zuge der Neuausstattung für „echte“ Motorräder kaufte ich mir im letzten Jahr ein Paar vernünftige Handschuhe von Held.  Interessanterweise waren die Handschuhe gar nicht mal teuerer als die Handschuhe der lokalen Motorradausrüster wie Louis, Polo, HG und Co. Das Anforderungsprofil ist schnell umrissen. Ich wollte ein paar bequeme Handschuhe aus Leder haben bei denen ich im Sommer nicht mit schwitzigen Händen immer das Innenfutter herausziehe. Sie sollten ein bisschen Knöchelschutz haben, leicht sollten sie sein – kurzum Handschuh für den Sommer und den Saisonübergang. Wasserdicht war übrigens auf dem Anforderungsplan nicht vertreten. Die Philosophie dahinter ist einfach: Hinter den Handprotektoren der Domi ist man vorm Regen und vorm Spritzwasser gut geschützt. Sollten die Handschuhe mal wirklich nass werden, müssen sie einfach trocknen.

Ein bisschen Herumprobieren beim Louis konnte nicht wirklich ein klares Ergebnis erzielen – die eigentliche Entscheidung kam eher durch das Bauchgefühl zustande. Für rund 45 Euro kaufte ich mir von Held das Model „Touring Five„. Der Handschuh besteht aus einem Ledermix aus Ziegenleder auf der Unterseite, der Griffseite, aus Rindsleder auf der Oberseite. Kleine Lederpolster, die mit einem Spezialschaum gefüllt sind, sollen die Knöchel auf der Hand und auf den Fingern schützen. Pfiffig: kleine Luftlöcher zwischen den Fingern sorgen für eine gute Belüftung und sorgen für trockene Finger. Die Wischerlippe ist am linken Zeigefinger angebracht und ist beeindruckend effizient. Mit 3 Wischbewegungen bekomme ich das Visier von meinem Shoei streifenfrei abgezogen. Vor allem bei fiesem Nieselregen ist die Durchsicht sehr willkommen.
Der Verschluss der Handschuhe ist mit zwei Klettverschlüssen ausgeführt.  Einem breiten Klettverschluss oberhalb des Handgelenks und einem dünneren Klettstreifen, der sich direkt unterhalb des Handgelenks befindet. Damit ist der Handschuh absolut fest fixiert und ein Abstreifen ist nicht möglich.

Erfahrungen:
Meine Erfahrungen sind absolut positiv mit diesem Paar Handschuhen. Sie sind super angenehm zu tragen. Selbst in dem Sommer des letzten Jahres konnte man sie gut tragen, sie waren warm bei 30° Grad im Schatten aber niemals zu warm oder unangenehm. Das Material der Handschuhe sieht nach einer Saison, die für mich wirklich lang war, nicht angegriffen oder ausgefranst oder mitgenommen aus. Lediglich eine deutliche Verfärbung der Handschuhe im Griffbereich ist zu sehen. Dort ist das Schwarz mittlerweile einem deutlichen Braun gewichen – unschön. Ein bisschen schwarze Schuhcreme sollte hier Abhilfe schaffen können. Imprägniert habe ich die Handschuhe regelmässig mit Lederfett und dem Daytona Imprägnierschaum.
Natürlich sind die Handschuhe auch kräftig nass geworden, es war jedoch nie eine Herausforderung sie bis zum nächsten Tag wieder trocken zu bekommen. Ich würde sie definitiv wieder kaufen – als Sommerhandschuhe und in der Vor- und Nachsaison sind sie uneingeschränkt zu empfehlen. Für mich ebenfalls positiv – sie haben eine tolle Haptik, fassen sich gut an. Nebenbei kann man hervorragend mit ihnen Arbeiten und Schrauben – auch hier volle Punktzahl!
Für mich sind diese Handschuhe ein klarer Fall von: Marken müssen nicht immer teuer aber oft gut sein.

OpenStreetMap – Garmin und das Motorrad

Ich mag OpenStreetMap und bin ein durchaus begeisterter Nutzer des Projekts. Wenn es meine Zeit erlaubt bin ich gerne jemand der auch Daten zu dem Projekt beiträgt. Dies kann einerseits durch GPS Track sein oder durch das Hinzufügen von Straßen mit dem JOSM Editor. Vor allem die kleinen Dinge fehlen noch in OpenStreetMap. Dazu gehören beispielsweise Bushaltestellen, Briefkästen, Telefonzellen, Geschäfte, Maximalgeschwindigkeiten und ähnliches. Das Wegenetz selber ist schon ziemlich vollständig (zumindest ist es das in den Gegenden in denen ich mich bewege). OpenStreetMap ist mein Garmin Karten Ersatz, da mir die Garminkarten schlicht zu teuer sind. Desweiteren ist mir noch vollkommen klar was ich dort von Garmin bekomme, wenn ich die Karten erworben habe. Wie kann ich es nutzen, wie schaut es aus und so weiter.

Ich verwende OpenStreetMap daher gerne auf meinem eTrex Legend Hcx für kleinere und grössere Motorrad Touren. Das eTrex ist dafür leider ein bisschen zu klein, das Display könnte einen Tick grösser sein. Gerade auf meinem Einzylinder vibriert es doch recht stark, genaues Hinsehen ist erforderlich und damit ist oftmals der Weg an den Straßenrand fällig, eine kurze Orientierung ist von Nöten. Auch das Routing will dann und wann überprüft werden. Als ich beispielsweise auf der BAB in der Nähe von Erfurt war und gen Göttingen gefahren bin, wollte er mich über Würzburg leiten – also auf die A7, dann runter 200 Kilometer runter nach Würzburg, dort umdrehen und wieder zurück. Kleinigkeiten, die nervig sind – bei diesem Navisystem ist eben noch mitdenken gefordert. Auch werden Autobahnbehelfsabfahrten für Notdienste, Baustellenfahrzeuge und ähnliches gerne als reguläre Autobahnabfahrt angesehen und damit voll im Routing berücksichtigt.

Hinsichtlich des Displays ist vielleicht eine Nummer grösser eine gute Wahl. Das Garmin C* 60 wird derzeit abverkauft, da ein Nachfolger ins Haus steht. Damit ist man sicherlich besser gerüstet. Obendrein ist der Empfang der Satellitensignale deutlich besser.

In der Kombination des Routingsystem mit dem eTrex und dem Gehirn kommt man jedoch gut überall an.

Vielleicht bin ich zu perfektionistisch, dennoch würde ich gerne eine eigene Motorradkarte für das OpenStreetMap Projekt sehen. Aus meinen Erfahrungen heraus bietet die OpenStreetMap Karte zuviele Details, die sich auch nicht vollständig reduzieren lassen. Das kleine Bild zeigt einen Ausschnitt von der Gegend um Auhagen bei Wunstorf, einem nördlichen Eintritt zum Weserbergland. Der angegebene Cycleway neben der Straße ist auch bei extremen Begrenzungen nicht sinnvoll zu entfernen und bietet auf dem Display Informationen an, die für einen Motorradfahrer keinerlei Relevanz besitzen. Es ist nicht von besonderer Relevanz ob neben einer Straße eine weitere existiert, die der Motorradfahrer nicht benutzen darf. Ich verwende derzeit die OSM All in One Karte von Deutschland. Diese besitzt Typfiles, die mit einer eigenartigen Farb/Bildgebung auffallen. Auf dem Display wirkt diese Information zwar besonders detailliert, jedoch nur wenn man steht. Während der Fahrt verschwimmt das zu einer farbigen Fläche und die Information der eigentlichen Wege udn Straßen geht im Farbrausch unter.

In einem kurzen Diary Eintrag habe ich auf mein Gedankenspiel hingewiesen eine eigene Motorradkarte aufzulegen und fand jemanden, der dies kommentierte. Ich fand eine solche Karte innerhalb von OSM noch nicht. Vielleicht kann dies ja der Start zu einem eigenen kleinen Kartenprojekt innerhalb des OSM Projekt sein. Durch Erzeugung eines eigenen Typfiles und der Wahl der entsprechenden Details, sollte sich eine solche Karte recht gut herstellen lassen. Irgendjemand mit von der Partie?

Posten einer Route mit Google Maps

Egal ob in Foren oder auf Webseiten der Anwendungszweck bleibt der Gleiche. Man hat eine tolle Route gefahren, möchte sie eventuell für sich festhalten oder mit anderen teilen. Dabei ist es vollkommen egal ob man das für sich oder in einem Forum mit anderen teilen möchte, der eigentliche Weg bleibt gleich. Daher folgt hier nun eine kleine Step by Step Anleitung wie man dazu kommt. Die Bilder sind als Miniatur angezeigt, können jedoch durch Klicken vergrössert werden.

1.) Öffnen der Webseite http://maps.google.de

Nach dem Eingeben der Adresse öffnet sich die Webseite der Google Maps, die vermutlich jeder schon einmal geöffnet hat.

2.) Auswählen der Routen Funktion

Durch den Menüpunkt Route berechnen kommt man zu der Funktion der Routenplanung. Hier kann der Start- und der Zielort eingeben werden. Durch Hinzufügen von weiteren Zielen können Zwischenziele definiert werden. Die Zwischenziele werden einfach unter das Ziel angehängt. Da dies jedoch wenig sinnvoll ist, kann man einfach vorne auf den Buchstaben klicken und per Drag und Drop das Zwischenziel an den gewünschten Punkt verschieben. Ein anschliessendes Klicken auf Route berechnen erzeugt eine Route.

Diese muss nicht zwangsläufig mit euer Route übereinstimmen. Die hier angegebene Strecke entspricht dem besten Weg nach Googles Meinung. Es ist daher hilfreich die Route direkt mit der Maus zu verändern. Dazu kann man einfach mit der Maus über eine gezeichnete Route fahren, diese anklicken und anschliessend verschieben. Google möchte in der Standardeinstellung gerne Autobahn fahren und berechnet die tollsten Routen. Man kann in dem Menü Optionen anzeigen einfach den Haken bei Autobahnen vermeiden setzen. Wenn ihr soweit zufrieden mit euer Planung seid, könnt ihr zum nächsten Schritt gehen.

3.) Ermitteln des richtigen Links

Wenn ihr die Route komplett gezeichnet habt und mit dem Resultat zufrieden seid, könnt ihr die Route in Form eines Links speichern. Dazu wählt ihr aus dem rechten Rand des Kartenfensters den Punk Link aus. Ein kleines Fenster mit zwei Eingabezeilen wird angezeigt. Nur das obere von euch ist relevant, es enthält eure komplette Route in Form eines HTML Links, den ihr beispielsweise in einem Forum einbinden könnt. Natürlich könnt ihr diesen Link speichern (Copy und Paste) und habt auf diese Art und Weise eure Route archiviert.

4.) Sonderinstruktionen für das Honda Dominator Forum

Einfach :) aber ein paar Dinge müssen in unserem Forum beachtet werden. Die URL wird in folgender Notation im Forum verlinkt:

[URL=<Google Link>]<Eine kurze Beschreibung zum Anklicken>[/URL]

Dann kann auch das Honda Dominator Forum damit richtig umgehen und der Link wird schön angezeigt. Die Zeichen dienen lediglich der Demonstration und sind nicht mit zu übernehmen. Ein echter Link sähe also wie folgt aus:

[URL=http://maps.google.....]Meine Herbsttour[/URL]<br />

Review der Packliste, heute der Schlafsack

So ein Ausflug bringt immer neue Erkenntnisse über Ausrüstungsgegenstände und gibt Aufschluss welche Dinge man verbessern oder ändern sollte. Ich werde einzelne Teile mal näher unter die Lupe nehmen und schreiben wie sie sich bewährt haben und was ich beim nächsten Mal bestimmt nicht mitnehmen werde.

Der Schlafsack

Der Schlafsack ist ein Kunstfaserschlafsack der Firma Lestra. Die genaue Modellbezeichnung ist Mount Everest 230 (Überlänge) zum Preis von run 70 Euro. Das Gewicht beträgt 2100g, das Packmaß wird mit 23x27cm im komprimierten Zustand angegeben. Der Wärmebereich des Schlafsacks ist: Komfortbereich 4°, Low -2°, Extrem -18°.

Damit ist er weder in irgendeiner Form ein Leichtgewicht, noch ist er besonders klein zu packen. Kurzum – er kann für den Reisenden von seinen äusseren Qualitäten kaum etwas bieten. Seine inneren Werte hingegen sind sehr ordentlich. Im Kopfteil hat er mit Klett eine Baumwolleinlage, die sich herausnehmen und waschen lässt. Er hat einen Wärmekragen und fühlt sich vom Innenstoff kuschlig an. Ich habe keine Sekunde die Mitnahme dieses Schlafsacks bereut, ich konnte die beiden Nächste in Stadtoldendorf wundervoll in ihm schlafen. Das Thermometer fiel in der Nacht herunter auf 5° Grad – damit lag die Temperatur voll im Komfortbereich des Schlafsacks. Bis auf wenige Ausnahmen haben die anderen Teilnehmer des Treffens mit den Sommerschlafsäcken gefroren – der Komfortbereich lag bei den anderen bei rund 10° Grad.

Fazit: Grosses Packmaß, schwer – aber hochwertig von den Werten. Diesen Schlafsack kann ich bedenkenlos weiterempfehlen. Den „Drang“ unbedingt vor dem Treffen noch einen neuen kaufen zu müssen, konnte ich unterdrücken. Das war gut so. Dieser Schlafsack erhält in meiner Wertung fünf Sterne, am Ende der Reviews mache ich dann mal eine Auflistung.