Die Sache mit dem Tankrucksack…

Das mit dem Tankrucksack ist so eine besondere Sache. Einerseits machen die Dinger ein Motorrad nicht unbedingt schöner, andererseits ist es eine der wenigen vernünftigen Methoden Gepäck auf dem Mopped zu transportieren. Im Grunde genommen haben die Dinge sogar ihre Sonnenseiten: Auf langen Strecken kann man sich ein wenig dagegen lehnen, was insbesondere auf sportlicheren Maschinen für ein wenig Entlastung der Arme sorgt.

Der Kartenausschnitt ist sicher verstaut und auch der Schokoriegel für die Pause findet seinen Platz. Alles in allem – doch gar nicht so übel. Natürlich hat so ein Ding auch seine Schattenseiten und die sollten hier doch auch mal hemmungslos dargestellt werden. Das Kartenfach – zumindest als solches bezeichnet – soll die Karte festhalten und gut lesbar präsentieren. Bei nahezu allen Modellen, die ich in der Hand hatte, dient das Fach lediglich dazu einen soliden Spiegel unterhalb des Fahrerhelms anzubringen. Von alleine hat das noch nie gepasst, durch Drücken, Pressen und Quetschen des Inhalts wurde das Ding so in Form gebracht, dass die Karte dadurch wieder lesbar wurde. Während der Fahrt hat das wirklich nur in den seltensten Fällen vernünftig geklappt. Anhalten, Pressen, Drücken und Schieben – die nächsten 5-6 Abzweigungen gemerkt und weitergehts.

Auf sollte man den berühmten Regenschutz nicht verschweigen. Die Tankrucksäcke sind in den seltensten Fällen wirklich regendicht. Daher liefern die findigen Hersteller eine Regenabdeckung, die irgendwo innen im TRS verstaut werden kann, mit. Wenn man einen grössenverstellbaren Tankrucksack hat, heisst dies Flattern bei kleinerer Grösse, da das Volumen der Hülle nicht ausgefüllt wird oder zu klein sein wenn man den Rucksack mal wirklich vollgepackt hat.

Ok, hier ist ein Modell, welches den Nörgeltest von mir bestanden hat. Gekauft habe ich es mir ursprünglich für eine Honda Dominator, die über einen stark gewölbten Tank verfügt. Mit dem Kauf der Honda VFR 800 bekam ich vom Käufer einen kleinen Tankrucksack mit, dieser erwies sich schnell als zu klein. Wunder, oh Wunder – der Tankrucksack, der für speziell gewölbte Tanks von Enduros gedacht ist, passt wie angegossen und sitzt bombenfest. Sehr ordentlich! Gemeint ist der Tankrucksack Tuareg Spezial von Hein Gericke.

Tankrucksack - Tuareg Spezial auf Honda VFR 800
Das Anwendungsbeispiel – passt wie angegossen.

Vorne wurde der Tankrucksack an der Gabelbrücke mit einem Spanngurt mit Schnappverschlüssen befestigt. Gehalten wird er durch Magnete sowie durch zwei Klettspanngurte hinten. Das Ding sitzt damit bombenfest, es wackelt nichts – dank der Tourenscheibe ist bei normaler Fahrt der Regenschutz überflüssig. Das Ding hat 25 Liter Volumen im erweiterten Zustand und kostet rund 50 Euro. Lediglich der Tacho verschwindet leicht dahinter, zum genauen Ablesen muss ich mich kurz aufrechter hinsetzen – sonst passt alles.

Kurzfazit
Name: Tuareg Spezial von Hein Gericke
Kosten: ~ 50 Euro
Ergebnis: Nicht nur für die Honda Dominator – auch für die VFR der ideale Tankrucksack und für kleine Touren komplett ausreichend.

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