Einheitliches Motorradfahren

03.10.11 – Jahrestag der Wiedervereinigung.

Was hat sich eigentlich geändert? Solche Dinge mag man an den verschiedensten Stellen nachlesen, hier geht es um das Motorradfahren. Vor 21 Jahren hatte ich definitiv noch keinen Motorradführerschein, ob damals die Sonne schien, weiss ich nicht mehr. Heute schien die Sonne aus allen Knopflöchern und wir hatten kinderfrei. Schön! Das kommt ja selten alles zusammen, Jahrestag der Wiedervereinigung, schönes Wetter und Zeit füreinander. Die Honda Dominator und ich – aww! Also auf geht es mit Sozia ab durch das Fünf-Seen-Land. Viel Zeit hatten wir nicht, es sollte also ein Biergarten oder etwas ähnliches in der Nähe werden. Früher mochten wir immer das Schusterhäusl bei Germering, also sollte die Fahrt dorthin gehen. Durch kleine kurvige Strassen und kleine Ortschaften fuhren wir auf fast menschenleerer Straße dahin. Wo waren die bloß alle? Ja, nicht nachsuchen, es fuhr doch gerade so schön. Die paar wenigen Kilometer waren schnell vorbei – voila, schon standen wir am Eingang – …

Dort schauten wir auf nichts. Die verschiedensten Versionen der Webseite, die im Netz zu finden waren, hatten also nicht gelogen – das Schusterhäusl hat geschlossen. Schade – unmittelbar vor den Toren von Germering liegt dieser kleine Biergarten verträumt im Wald. Lag ist vermutlich besser. So wie es dort aussah wird dort so schnell keiner mehr ein Bier zum Trinken bekommen. Jexhof – ganz klar! Die Ausweichlösung war schnell gefunden. Der Jexhof ist ein altes Bauernmuseum und hat Kuchen von Muttern. Der Kaffee ist zwar verbesserungsfähig – der Kuchen hingegen ist der Beste im ganzen Fünf-Seen-Land. Die Straßen waren immer noch leer und die Dominator zog sanft durch die Kurven. Leicht untertouriges Fahren belohnte sie mit Hacken und Reissen an der Kette – zu hohes Drehen durch Vibrationen und ordentlichem Krach. Irgendwie gibt es doch Unterschiede zwischen der VFR und der Dominator.
Der perfekte Ausblick in Germannsberg blieb uns leider verwehrt, das Wetter hingegen war absolut perfekt. Nach schöner Fahrt standen wir oben am Jexhof und genossen den perfekten Kuchen. Nichts unendlich kompliziertes, einfach nur gut – irgendwie wie bei Mutter. Dem Jexhof werde ich definitv weiter treu bleiben.
(Kleiner Tip: Hinfahren – auch mit der Familie und den Kindern – alles ansehen und danach den Kuchen geniessen!)

Gut gestärkt ging es weiter durch die schöne Landschaft. Eigentlich wollte ich dort schon nach Hause – irgendwie sollte es anders kommen. Wörthsee – Seefeld – Perchting. Es führen kleine, kurvige Straßen dahin, die ausser von uns von niemandem befahren wurden. Fast niemandem – manchmal schoß eine Dose um die Ecke, kräftig schneidend, Motorradfahrer seid wachsam! Kurz vor Maising kam mir dann die Idee der Sozia das Maisinger Gasthaus direkt am Maisinger See zu zeigen. Hier mehr darüber zu schreiben, wäre vergebene Liebesmüh – schaut es euch selbst an, geniesst die Umgebung und haltet die Füsse in den See.

Leider ging auch diese Zeit irgendwann vorbei und wir fuhren heimwärts. Hier vollkommen motorradunfreundlich über die B2 nach Starnberg und dann weiter über die Autobahn gen heimwärts. Als alles so schön dahinglitt, wollte eine Dose noch unsere Reflexfähigkeiten und unser Zusammenspiel auf dem Motorrad testen. Auf der Auffahrtspur fahrend zog die Dose ohne Blinker und trotz Verkehr (wir) unmittelbar vor uns auf die Autobahn.

Öhm, Bremse hinten, Bremse vorne – genug Platz – alles gut. Da hätte ich mich auf der VFR wohler gefühlt, definitiv. Nach wenigen Restkilometern rollten wir dann von der Autobahn und waren zu Hause – grinsend.

Danke für den schönen Tag!

Wie üblich auch die Karte des Tracks. Diese Karte zeichne ich nach der Tour, es können also durchaus Fehler enthalten sein. Es ist auch keine Anleitung zum Glücklichsein – sondern ein Hinweis wo es schön ist :)

3 Gedanken zu „Einheitliches Motorradfahren“

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