Archiv für den Monat: August 2011

Unter der Abdeckungsklappe lassen sich prima Parkzettel festklemmen

Das Motorrad und der Parkschein

Unter der Abdeckungsklappe lassen sich prima Parkzettel festklemmen

Unter der Abdeckungsklappe lassen sich prima Parkzettel festklemmen

Aus der Reihe: “Fragen an die Zweiradfahrer aus dem Alltag” heute die Frage meines Sohns wie Parkscheine am Motorrad befestigt werden. Die Frage entstand am See als wir auf den Parkplatz mit dem Auto fuhren und ich nach dem Parken den Blick nach schönen Motorrädern über den Platz schweifen liess. Es waren keine vorhanden und die logische Erklärung vom ihm war ganz klar: “Die können ja den Parkschein gar nicht befestigen”.

Kinderlogik – manchmal glaube ich, dass die Welt ein bisschen besser funktionieren würde, wenn wir wesentliche Ressorts der Polititk von Kindern kontrollieren lassen würden. Die StVO zum Beispiel. Zurück aber zur eigentlichen Problematik, wie wird denn nun was befestigt? Die Vignette hatten wir bereits ausgiebig behandelt – der Parkschein ist noch offen. Die Lösung ist ganz einfach. Man kann (zumindest bei Motorrädern von Honda) den Parkschein wundervoll unter die Abdeckung des Schlosses vom Tankdeckel klemmen. Bei den manuellen Wegelagerer Parkplätzen, also Parkplätze bei denen am Eingang jemand steht und einem das Zettelchen verkauft klappt das wunderbar. Sogar mit passenden Bohrungen für die beiden Zapfen an der Innenseite der Klappe. So schon in Bayern erlebt – ob das Zufall war oder ob das geplant war? Haben andere Motorräder diese Zapfen eigentlich auch? Dort wurde mir übrigens auch noch nie ein Zettel geklaut.

Bei den automatischen Wegelagerer Parkplätzen (Stichwort Kassenautomaten) wurde mir in der Tat schon der eine oder andere Zettel geklaut. Vielen Dank dafür an dieser Stelle nochmal.

Damit sollte die Frage mal hinreichend beantwortet sein, mein Sohn fand das ok so – die Marke Honda ist in seiner Wahrnehmung deutlich im Wert gestiegen, dem Zettelhalter sei Dank. Wo lässt man aber nun solche Dinge wie Parkscheiben, andere Zettel oder ähnlichen Krams. Eine gute Frage, die es vermutlich nur in Deutschland gibt, bzw. sie diskutiert wird. Stabile Klarsichthülle und das ganze ans Helmschloss? Am besten mit kleinem Hinweis am Cockpit: “Das Zettelchen/Scheibe finden sie hinten rechts.”

Willkommen in Deutschland!

 

weitere Links:
Blogger broaaaa (Twitterfeed der Person bekannt) hat einen netten Artikel zum Thema Zettelchen und wo zu parken ist und wie veröffentlicht. Immer wieder ein Schmunzeln wert.

Einfach mal loslassen und neue Wege suchen

Route von München nach Percha - beschaulich und grün statt Autobahn

Route von München nach Percha

Manchmal schenkt einem das Leben Glücksmomente, die vorher nicht abzusehen waren. Oft geht es mir so beim Motorradfahren – in den Momenten wo ich eigentlich etwas vorhabe, es anders kommt und es unvorhergesehen viel positiver wird als…

…als es geplant war. Heute war einer der sonnigen Tage, die in diesem Sommer schon ein paarmal vorhanden waren aber eigentlich viel zu selten vorkommen. Wir (die Sozia und ich) hatten kinderfrei und wollten raus. Die Sozia hatte einen durchaus abwechslungsreichen und stressigen Tag hinter sich, bei mir war es der erste Tag nach dem Urlaub. Kurzum – wir wollten ein wenig die Ruhe geniessen und ein wenig Zeit miteinander verbringen. Wir trafen uns zu Hause, schnell noch etwas essen und dann sollte es an den Starnberger See gehen. Es sollte in Percha unsere übliche Badestelle werden, raus aus den Klamotten, rein ins Wasser und ein paar Runden schwimmen. Von unserer Haustür sind es ein paar Abzweigungen, dann sind wir auf der Autobahn und dank VFR auch 10 Minuten später in Percha am See. Das Motorrad findet überall einen Parkplatz – also gleich vorfahren bis auf den Logenplatz und rein ins Wasser.

Ganz so einfach sollte das aber heute nicht werden. Dort wo wir immer rechts in Richtung Autobahn abbiegen war alles gesperrt – kein Durchkommen möglich, die Strasse wurde neugeteert. Dann halt weiter geradeaus, es wird schon irgendwo in Richtung Starnberger See gehen. Die Straße wurde kleiner und enger und dann befanden wir uns auf einer kleinen, kurvigen Strecke neben der Autobahn wieder. 60 km/h waren erlaubt, der Tacho zeigte vereinzelt Abweichungen im Messtoleranzbereich, es floss dahin. Kurve links, ein bisschen den Po verschieben, Kurve rechts, stärker rechts, Scheitelpunkt, Gas – die VFR zieht aus der Kurve heraus, schnurrt bei knapp unter 7000 Umdrehungen noch ganz friedlich vor sich hin. Ein bisschen mehr gedreht, die VFR faucht, die nächste Kurve kommte, *klack* – einen runter, rein in die Kurve….2…*drehen*…*klack*…3

Die Sozia geht mit, lehnt sich von hinten sanft an mich und wir kommen nach schönen Kurven vollkommen tiefenentspannt in Percha an. Unserer Parkplatz ist auch frei und wir gehen lächelnd, glücklich zum See hinunter. Das Schwimmen fiel für die Sozia aus (sie war aber eisern bis zum Bauch im Wasser!), ich schwamm ein paar Meter durch den See und zusammen schauten wir wie sich die Nacht über Starnberg ausbreitete. Der Rückweg ging auch wieder über die kleine Straße zurück nach München. Unschön – der Fernlichtschalter tut nicht das was er soll, nach dem Fernlicht schaltet er nicht korrekt zurück und es wird schlagartig dunkel. Nach 1-3 Sekunden kommt dann das Abblendlicht zurück. Gott sei Dank probierte ich das vorher auf dem Parkplatz im Stehen aus…..

Da muss ich wohl beim nächsten Schrauben mal beigehen (TM). Die VFR steht nun wieder in ihrem Unterstand, tickert friedlich vor sich hin. Sozia und Fahrer sind entspannt und glücklich – wenn mich jemand jetzt fragt warum ich motorradfahre, werde ich auf diesen Abend verweisen.
Die kleine Straße neben der Autobahn hatte ich schon oft gesehen, es war jedoch immer zu hektisch sie zu suchen, Hauptsache schnell zum See. Einfach mal loslassen, sich auf neue Wege einlassen, sie suchen und nicht festhalten.

Den GPS Track gibt es natürlich auch – nachgefahren auf dem gpswandern Routenplaner – es kann sein, dass die tatsächliche Route vielleicht ein bisschen abweicht.