Tour: Brückentour 2011/I – in Oberbayern

Tour: München – Starnberg – Münsing – Tutzing – Ilkahöhe – Weilheim – Hoher Peissenberg – Peiting – Birkland – Rott – Landsberg – München
Kilometer: ca. 180

Brückentag – und ich habe frei. Das ist prinzipiell schon einmal eine gute Voraussetzung für eine schöne Tour durch das Fünf Seen Land und darüber hinaus. Gestern hatte ich das auch schon vor, es war Feiertag und das Motorrad stand fertig getankt in der Tiefgarage. Allerdings entschloss sich das Wetter zu einer besonderen Aufführung und ich hätte die Strecke genauso gut schwimmen können.

Heute morgen sah es alles ein wenig besser aus. Die Sonne schien – zumindest für ein paar Minuten und irgendwann konnte ich mich nicht mehr in der staubigen Bude verkriechen. Also raus und auf Tour. Eine richtige Ahnung wo es hingehen sollte hatte ich noch nicht. Ich wollte auch nicht sonderlich weit wegfahren, das Wetter sah nicht besonders gut aus und ich wollte schnell wieder zu Hause sein wenn die ersten Hagelkörner vom Himmel kommen sollten. Von Neuried nach Starnberg geht es durch das Würmtal, eine wundervoll kurvige Strecke mit vielen kleinen Ecken im Wald. Die Strasse ist toll, mit der VFR bin ich dort noch nicht gefahren und siehe da – es machte einen Riesenspaß – dieser Abschnitt war viel zu schnell zu Ende und ich befand mich in Starnberg. In Erinnerung an den ersten Trip mit der VFR beschloss ich daher rund um den Starnberger See zu fahren – zumindest es zu beginnen.

Auf der Ilkahöhe waren wir damals schon – allerdings zu Fuß und so führte es mich mit der VFR auf die Ilkahöhe und dort zu einem Cappucino mit leicht verregnetem Blick. Das sollte auch tatsächlich der einzige aber intensive Regenguss der Fahrt werden. Ok, ehrlich – es begann schon in Tutzing zu regnen. Ich musste aber noch unbedingt zum Wasser runter und ein paar Fotos machen. Dabei fielen natürlich einige Tropfen auf das Objektiv, natürlich habe ich es nicht bemerkt und alle Fotos wiesen danach Regentropfen auf. Prima! Der Capuccino war unfallfrei und die Tasse war mit 2.90€ auch durchaus bezahlbar. Nach den üblichen Bildern sollte es weiter gehen. Ich hatte in dem Biergarten schon einen Blick in die Karte geworfen und ein speziellen Flecken wollte ich schon immer mal besuchen – den Hohen Peissenberg (Link zur Ortschaft).

Auf geht es – die VFR zirkelt durch die Kurven, das Wetter spielt mit und die Strassen sind toll. Dank der bayerischen Pfingstferien war kaum Verkehr und ich war relativ schnell in Weilheim. Ganz hübsch vermutlich – hier sollte ich irgendwann nochmal herkommen. Die letzten Kurven waren schnell genommen und es ging rechts hoch zum Peissenberg. Oben erwartet einen ein phänomenaler Ausblick über die gesamte Region. Auch wenn das Wetter nicht die perfekte Sicht erlaubte, konnte man unter schönem Wolkenbild alle möglichen Orte wiedererkennen. Lohnenswert ist ebenfalls die Kapelle anzusehen. Sie befindet sich noch für einige Zeit in der Restauration, dennoch ist sie auch so schon wundervoll von innen gestaltet. Ein paar Minuten setzte ich mich hin, fand ein wenig zu mir und schloss mit einigen Dingen meinen Frieden – manchmal reichen ein paar wenige Minuten dafür.

Hier gönnte ich mir dann keinen Kaffee – ist ja auch irgendwie schädlich für die Gesundheit – soviel Kaffee. Voller schöner Eindrücke machte ich mich dann wieder auf den Weg gen Tal. Die VFR schnurrte sanft und weiter ging es in Richtung Schöngau.  Kurz vor Schöngau ging es rechts ab zum kleinen Ort Herzogsägmühle. Dies ist dann auch ein weiterer Tipp auf der Reise für das Motorradfahren in Zukunft. Die Strecke hoch nach Birkland ist ultimatives Motorradfahrgebiet. Kurven, Kurven und nochmals bei Kurven bei fairem Asphalt. Ganz großes Kino und es hat unheimlich viel Spaß gemacht durch die Landschaft zu gleiten. Nebenbei bemerkt ist es dort auch richtig schön. Das Wetter war freundlich, die Sonne schien – was will man mehr?

Von dort ging es über kleinere Landstraßen weiter gen Norden. Den Abzweig nach Apfeldorf (man erinnere sich an die Füssen Tour) habe ich dann leider verpasst und irgendwann wurden die Hinweisschilder der Autobahn häufiger. Müde und hungrig beschloss ich den Rest der Tour in einem kurzen Sprint auf der Autobahn zurückzulegen. Den Metzeler Roadtec Z8 Interact C hatte zu diesem Zeitpunkt schon seit einigen Kilometern drauf und mich interessierten auch seine Eigenschaften auf der Autobahn. Mehr dazu in einem eigenen Bericht – in der Kurzfassung liest sich das so:

Fährt gut, liegt schön stabil auch bei höheren Geschwindigkeiten (Habe ich hier das Wort Raser gehört?).

In Gemering hielt mich dann nichts mehr auf der Autobahn und auf Landstraßen ging es nach Hause zurück. Eine schöne Tour, wenn man die Autobahnpassage abzieht und nur die schönen Teile miteinander kombiniert wird dort eine schöne Ausfahrt draus.

3 Gedanken zu „Tour: Brückentour 2011/I – in Oberbayern“

  1. Vielen Dank für die Blumen. In diesem Sinne kann ich nur sagen: Kommt ins schöne Oberbayern!
    @Alex: und dich besuche ich im Spessart!

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