Die Abziehvignette

„Willkommen in Österreich. Wenn sie auf den Autobahnen fahren möchten, erwerben sie bitte die Vignette“

So oder so ähnlich hallt die Stimme in meinem Kopf. Wenn es nach Österreich geht – Vignette nicht vergessen, alles klar. Dank des ADAC hatte ich diese schon Tage vorher von der warmen Couch zu Hause aus bestellt. Pünktlich kam die Vignette an und ich schaute in dem Heftchen, welches dem ganzen Paket beilag, wie die Vignette bei Motorrädern anzubringen ist. Es heisst so schön – ein nicht leicht zu tauschendes Teil am Motorrad und als Beispiel wird die eine kleine Zeichnung von der Gabel samt Anbringungsbeispiel gezeigt.

Mit einem Schuss Spiritus machte ich mich auf den Weg zu meinem Motorrad, reinigte die Gabel an der passenden Stelle und klebte die Vignette auf. Ich habe sicherlich einmal drüber gestrichen, zweimal – dreimal – hundertmal – ich bin mir ganz sicher.

Die ganze Österreichtour (4 Tage) klebte die Vignette an der Gabel. Nach zahllosen Stunden Fahrens im Regen und wieder in München angekommen, versuchte ich vorsichtig die Vignette zu lösen. Ganz einfach lies sie sich abstreifen, quasi abwischen. Ob die wohl noch lange durchgemacht hätte bevor sie einfach abgefallen wäre?

Liebe Österreicher – ich finde die Vignette ja durchaus auch nicht ganz schlecht aber lasst uns einen besseren Weg finden das Ding anzukleben – schließlich würdet ihr mir auch nicht glauben wenn ich in der Kontrolle behaupten würde, dass die Vignette abgewaschen worden wäre.

4 Gedanken zu „Die Abziehvignette“

  1. „nicht leicht auszutauschender teil des fahrzeugs“. nur leider leuchtet es dem herrn oberforstrat dann nicht ein, dass meine koffer genauso schnell getauscht werden, wie das windschield. insgesamt 4 mal an einer schraube drehen. aber windshield ist vieeeel besser. derzeit fahre ich das pickerl unter dem vorderen kotfluegel spazieren. hat auch 4 schrauben. -.-

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