Motorradtherapie (für einen Fremden)

Letzte Woche Donnerstag sollte es abends endlich mal wieder in die Sauna gehen. Eigentlich sollte das mal zu einem Regeltermin werden aber wie das immer im Leben ist, nimmt man sich mitunter etwas vor und es scheitert an der Durchführung.

Andererseits, manchmal klappen dann doch Dinge, die man vorher für nicht mehr möglich gehalten hat. Bei eisiger Kälte und Regen sollte es in Richtung Sauna gehen. Ich fand es ja gar nicht so kalt, meine Sozia dachte jedoch vollkommen anders darüber. Der Regen nervte ein wenig, Goretex Klamotten sollten jedoch das Wasser draussenhalten, was sie dann auch taten.

Wie zwei begossene Pudel standen wir wenig später vor dem Tresen und wollten brav für die Sauna bezahlen. Der mürrische Bademeister (Entschuldigung, der Badebetriebbedienstete) schaut gerade mal von seiner Zeitung hoch, nur um das Geld zu kassieren. Entweder ist er selber Motorradfahrer oder er erinnerte sich an etwas oder er hatte spontan Mitgefühle.

Sein Miene verzog sich, es kam ein Lächeln zum Vorschein. Er nahm uns die nassen Helme ab (passen nicht in die Umkleide Schränke), lachte, gab uns die Eintrittsbillets und wünschte einen angenehmen Saunaaufenthalt. Als wir dann um 22.00 Uhr die Sauna verliessen, lächelte er immer noch und war gut gelaunt. Das kann man ganz klar als Zeichen für eine Besserung der Laune werten, die Welt wurde durch uns ein Stückchen besser.

Na also, mehr Motorradfahrer braucht diese Welt.

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