Die perfekten Handschuhe – Held Touring Five

Vollkontakt oder wie finde ich den perfekten Handschuh? Jahrelang habe ich in meiner Zweitradzeit diverse Handschuhe durchprobiert. Mal aus Leder, mal aus *tex Materialen; alle Handschuhe hatten immer eins gemeinsam: es waren no-name Handschuhe.

Im Zuge der Neuausstattung für „echte“ Motorräder kaufte ich mir im letzten Jahr ein Paar vernünftige Handschuhe von Held.  Interessanterweise waren die Handschuhe gar nicht mal teuerer als die Handschuhe der lokalen Motorradausrüster wie Louis, Polo, HG und Co. Das Anforderungsprofil ist schnell umrissen. Ich wollte ein paar bequeme Handschuhe aus Leder haben bei denen ich im Sommer nicht mit schwitzigen Händen immer das Innenfutter herausziehe. Sie sollten ein bisschen Knöchelschutz haben, leicht sollten sie sein – kurzum Handschuh für den Sommer und den Saisonübergang. Wasserdicht war übrigens auf dem Anforderungsplan nicht vertreten. Die Philosophie dahinter ist einfach: Hinter den Handprotektoren der Domi ist man vorm Regen und vorm Spritzwasser gut geschützt. Sollten die Handschuhe mal wirklich nass werden, müssen sie einfach trocknen.

Ein bisschen Herumprobieren beim Louis konnte nicht wirklich ein klares Ergebnis erzielen – die eigentliche Entscheidung kam eher durch das Bauchgefühl zustande. Für rund 45 Euro kaufte ich mir von Held das Model „Touring Five„. Der Handschuh besteht aus einem Ledermix aus Ziegenleder auf der Unterseite, der Griffseite, aus Rindsleder auf der Oberseite. Kleine Lederpolster, die mit einem Spezialschaum gefüllt sind, sollen die Knöchel auf der Hand und auf den Fingern schützen. Pfiffig: kleine Luftlöcher zwischen den Fingern sorgen für eine gute Belüftung und sorgen für trockene Finger. Die Wischerlippe ist am linken Zeigefinger angebracht und ist beeindruckend effizient. Mit 3 Wischbewegungen bekomme ich das Visier von meinem Shoei streifenfrei abgezogen. Vor allem bei fiesem Nieselregen ist die Durchsicht sehr willkommen.
Der Verschluss der Handschuhe ist mit zwei Klettverschlüssen ausgeführt.  Einem breiten Klettverschluss oberhalb des Handgelenks und einem dünneren Klettstreifen, der sich direkt unterhalb des Handgelenks befindet. Damit ist der Handschuh absolut fest fixiert und ein Abstreifen ist nicht möglich.

Erfahrungen:
Meine Erfahrungen sind absolut positiv mit diesem Paar Handschuhen. Sie sind super angenehm zu tragen. Selbst in dem Sommer des letzten Jahres konnte man sie gut tragen, sie waren warm bei 30° Grad im Schatten aber niemals zu warm oder unangenehm. Das Material der Handschuhe sieht nach einer Saison, die für mich wirklich lang war, nicht angegriffen oder ausgefranst oder mitgenommen aus. Lediglich eine deutliche Verfärbung der Handschuhe im Griffbereich ist zu sehen. Dort ist das Schwarz mittlerweile einem deutlichen Braun gewichen – unschön. Ein bisschen schwarze Schuhcreme sollte hier Abhilfe schaffen können. Imprägniert habe ich die Handschuhe regelmässig mit Lederfett und dem Daytona Imprägnierschaum.
Natürlich sind die Handschuhe auch kräftig nass geworden, es war jedoch nie eine Herausforderung sie bis zum nächsten Tag wieder trocken zu bekommen. Ich würde sie definitiv wieder kaufen – als Sommerhandschuhe und in der Vor- und Nachsaison sind sie uneingeschränkt zu empfehlen. Für mich ebenfalls positiv – sie haben eine tolle Haptik, fassen sich gut an. Nebenbei kann man hervorragend mit ihnen Arbeiten und Schrauben – auch hier volle Punktzahl!
Für mich sind diese Handschuhe ein klarer Fall von: Marken müssen nicht immer teuer aber oft gut sein.

4 Gedanken zu „Die perfekten Handschuhe – Held Touring Five“

  1. Der Handschuh kommt ja meinem derzeitigen günstigen Hausmarken-Sommerhandschuh ja sehr nahe. Die Stulpe finde ich aber etwas zu lang für einen Sommerhandschuh.

    Schuhe/Stiefel und Handschuhe finde ich immer am schlimmsten, bei Jacken und Hosen fürs Mopped kann ich mich deutlich schneller entscheiden :D

    Ist ja noch Zeit bis zum Frühling und bis dahin sind ja noch die Winterhandschuhe dran.

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