Ein neuer Führerschein und ein neues Mopped

So – der Führerschein ist geschafft. Yay! In Protokollform liest sich das in etwa so:

  • 11.30 Uhr – Ankommen an der Fahrstunde
  •  

  • 11.35 Uhr – Technische Frage des Prüfers am Motorrad beantworten (Bremsflüssigkeit)
  •  

  • — – (warten während der erste Prüfling fährt)
  •  

  • 12.30 Uhr – Beginn der Fahrprüfung
  •  

Auf zum Übungssträsschen in knapp 2 Kilometer Entfernung mit anschliessenden Grundfahrübungen. Stop-and-Go, Gefahrenbremsung, Slalom mit Schrittgeschwindigkeit, Ausweichen mit Bremsen, Schneller Slalom, fertig. Die nachfolgende Prüfungsfahrt sollte mich über grosse Strassen aus München heraus auf die Autobahn führen. Dank der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 80 km/h zu Beginn war das Einfädeln überhaupt kein Problem, Autos waren keine in der Nähe und so konnte ich mich ganz auf meine Fahrt konzentrieren. Nach drei Ausfahrten ging es von der Autobahn herunter, ein kleines Stück Landstrasse schloss sich an.
Dann hiess es – nächste Ampel links – die Strasse wurde schmaler und schmaler, eng und enger. Die Strasse war gepflastert mit Rechts-vor-Links Einmündungen, zeitweilig fragte ich mich ob diese Strasse noch 30 oder schon zur Spielstrasse geworden war. Nach gefühlten 30 Minuten (real 20 Minuten) Rumkurven innerhalb der Ministrassen ging es auf grösseren Strassen zurück nach München. Nach insgesamt 50 Minuten Fahrens war der praktische Teil der Fahrprüfung beendet.
Ich hatte bereits beim Anhalten ein durchaus positives Gefühl, wesentliche Fehler habe ich nicht bemerkt und so hat es der Prüfer auch gesehen. Voila, A unbeschränkt wurde ausgehändigt und nun bin ich stolzer Besitzer eines weiteren Führerscheins.

Unmittelbar nach dem Bestehen des Führerscheins begann die Suche nach dem richtigen Zweirad. Was sollte es denn werden? Eine Enduro wäre eine nette Sache – vielleicht eine Honda FMX? Ich möchte insgesamt nicht mehr als 3000€ zum Einsteigen ausgeben, gerne jedoch auch diesen Betrag wenn die Qualität des Gegenstücks stimmt. Mittlerweile bin ich durch einige Modelle durch und der Horizont öffnet sich langsam. Die Honda FMX ist zwar relativ jung, wurde jedoch wohl von den bisherigen Besitzern, deren Motorräder ich sehen durfte, nicht sonderlich geliebt. Es waren abgeliebte oder lieblos behandelte Schätzchen, deren bester Lack vermutlich schon kurz nach dem Werk abgefallen war.

Ich werde mich nun ein wenig weiter in die Mitte konzentrieren. Vielleicht sollte ich mich mit meinen 1.92m doch mal auf eine Honda CB 500 setzen. In der Fahrschule hatte ich ein gutes Gefühl auf einer CBF 600 in der ABS Variante. Auf den längeren Touren (drei Stunden Fahrt bei Dunkelheit, vier Stunde zusammenhängender Fahrt über Autobahn und Landstrasse) fühlte ich mich prima. Auch wenn es vielleicht komisch von aussen aussieht, ich fühlte mich auf der 600er durchaus wohl.

Aus verschiedenen Foren kann man von 1.95m Fahrern auf einer CB 500 lesen, die auch problemlos längere Strecken fahren. Vielleicht kommt es erstmal auf den „Beginn“ an und auf die ersten Erfahrungen bevor man wirklich weiss was man genauer sucht.

Mein Einsatzprofil ist definitiv der Stadtverkehr, bzw. stadtnahe Verkehr. Das schreit nach gutem Handling und leichter Maschine. Ein Blick in Mobile.de verrät einem alles – so richtig wird das wohl nichts werden. Sämtliche reine Stadtmaschinen sind vollkommen vergurkt und werden hochpreisig versucht zu verkaufen. Grössere Maschinen mit unbedeutend weniger Laufleistung werden dagegen verschleudert. In meinem Kopf beginnt ein Denkprozess.

Vielleicht sollte ich auf einer CBF 500 mal ausgiebig probesitzen, eine Runde probefahren und anschliessend so ein Ding erwerben. In die Arbeit fahre ich dann nur noch mit dem Fahrrad, parke das Mopped in der Tiefgarage und fahre nur zum Genuss damit durch die Gegend. Das könnte auch ein Vorgehen sein.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.